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Mantel-und-Degenfilm mit Jean Marais Die eiserne Maske

Isabelle (Claudine Auger) liebt Henri (Jean-Francois Poron), den geheim gehaltenen Zwillingsbruder von König Ludwig XIV.
| Bild: BR/MDR/Tobis Film

Nacht auf Samstag, 27.02.2021
00:25 bis 02:10 Uhr

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Frankreich, Italien 1962

Frankreich um 1660: Auf der Insel Sainte-Marguerite im Mittelmeer wird ein Unbekannter gefangen gehalten, den ein großes Geheimnis umgibt. Jeder wird mit dem Tode bestraft, der ihn ohne seine eiserne Maske sieht. Doch nach einer gewonnenen Schlacht über die Spanier erkrankt der junge König Ludwig XIV. lebensbedrohlich. Kardinal Mazarin und Königinmutter Anna von Österreich, die mit Spanien so schnell wie möglich einen Friedensvertrag unterzeichnen wollen, beschließen, den König zu ersetzen – durch seinen Zwillingsbruder.

Es ist jener Unbekannte mit der eisernen Maske, dessen Existenz seit 20 Jahren sorgsam vertuscht wird. D'Artagnan, Musketier des Königs, wird von Mazarin nach Sainte-Marguerite geschickt, um ihn nach Paris zu holen. Doch d'Artagnan kommt zu spät. Henri, so heißt der Gefangene, ist mithilfe seiner geliebten Isabelle, der Tochter des Gouverneurs der Zitadelle, Baron de Saint-Mars, mit einem kleinen Boot geflohen. Da er nicht weiß, wer er in Wirklichkeit ist, wundert er sich über die Aufmerksamkeit der Leute in einem Provinzstädtchen, die gerade einer öffentlichen Hinrichtung zusehen wollen.

Allein schon seine Anwesenheit hilft der hübschen Marion, ihren Kompagnon Lastréaumont vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die beiden werden sich in Zukunft als wirkliche Freunde erweisen. Aber auch d'Artagnan ist mit von der Partie, um nunmehr Henri vor den Wachen zu retten – ohne allerdings zu wissen, um wen es sich da handelt. Marion und ihr Freund bringen Henri nach Paris. Dort hat sich die Situation am Hofe gewandelt. Der König ist genesen.

Als d'Artagnan von Henris Flucht berichtet, ist der Kardinal entsetzt. Er wollte Henri diesmal in der Bastille lebend begraben. Im Gefolge des Musketiers befinden sich aber auch Isabelle, ihr Vater und Renaud de Lourmes, ein Aufseher des Gefängnisses auf Sainte-Marguerite. Als Ludwig XIV. Isabelle gegenübertritt, fällt sie in Ohnmacht, da sie glaubt, Henri vor sich zu haben. Der König wiederum verliebt sich auf der Stelle in die junge Frau. Das erspart den dreien die Bastille, doch Lourmes soll Henri herbeischaffen, besser tot als lebendig ...

Einen unbekannten und geheimnisvollen Staatsgefangenen soll es in der Zeit Ludwigs XIV. tatsächlich gegeben haben, der Schriftsteller Alexandre Dumas hat seinerzeit das Thema aufgegriffen, das wiederum bis heute mehr als ein Dutzend Mal verfilmt wurde. Die Inszenierung von Henri Decoin aus dem Jahr 1962 lebt neben der sehr üppigen Ausstattung vor allem von einem gut aufgelegten Schauspielerensemble, allen voran Jean Marais, der für viel Spaß und Augenzwinkern sorgt.

Besetzung

Rolle: Darsteller:
D'Artagnan Jean Marais
Marion Sylva Koscina
König Louis Jean Francois Poron
Lastreaumont Jean Rochefort
Kardinal Enrico Maria Salerno
Isabelle Claudine Auger

Regie: Henri Decoin
Redaktion: Harald Steinwender

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