BR Fernsehen

puzzle | Kulturmagazin "Identitti", die korrekte Wortwahl und mehr

Dienstag, 23.02.2021
23:35 bis 00:05 Uhr

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  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2021

Moderation: Özlem Sarikaya

Die Themen der Sendung:

Antisemitismus in der Sprache: Warum es auf die Wortwahl ankommt
Die Zahl der antisemitischen Übergriffe und Beleidigungen ist im vergangenen Jahr in Deutschland weiter gestiegen. Antisemitismus ist in allen Bevölkerungsschichten und in allen politischen Lagern zu finden. Corona wirkt wie ein Verstärker auf antisemitische und rassistische Anfeindungen. Das sogenannte "Weltjudentum" wird als Ursprung allen Übels ausgemacht. Welche Rolle spielt Sprache in diesem Zusammenhang? Dieser Frage widmet sich der Jurist, Journalist und Buchautor Ronen Steinke in seinem Buch: "Antisemitismus in der Sprache: Warum es auf die Wortwahl ankommt"

Mithu Sanyal: "Identitti"
Die Studentin und Bloggerin Nivedita auf der Suche nach ihrer Identität. Und ihre Professorin Saraswati, eine Kultfigur in der postkolonialen Debatte, die sich als "weiß von Geburt" herausstellt, wo sie sich doch als "Person of Colour" ausgegeben hatte. Irrungen, Wirrungen und viele Diskussionen. Die Journalistin und Schriftstellerin Mithu Sanyal hat aus diesem Clash zweier Persönlichkeiten und diverser Selbstverständnisse einen beglückend lustigen Roman geschrieben: "Identitti". Was ist Zugehörigkeit? Was ist Identität? Bei all den wichtigen Fragen kann auch sehr viel gelacht werden.

Das Album der Sopranistin Fatma Said "El Nour"
Die Sopranistin Fatma Said ist in Ägypten geboren, zu Hause ist sie in den großen Konzertsälen der Welt. Ihre Sprache ist die Musik. In Ihrem neuen Album "El Nour" - zu Deutsch "Das Licht" - singt sie Lieder aus drei unterschiedlichen Kulturen, die vom Orient beeinflusst sind, auf Französisch, Spanisch und Arabisch. Selbstbewusst stellt sie Kompositionen von Klassikern wie Bizet, Berlioz de Falla neben Lieder aus dem arabischen Raum. Ihre Melodien treffen direkt ins Herz.

Der Dokumentarfilm von Jide Tom Akinleminu "When a farm goes aflame"
Auf der Suche nach seinen Wurzeln erfährt der in Deutschland lebende dänisch-nigerianische Filmemacher Jide Tom Akinleminu, dass sein Vater ein Doppelleben geführt hat. Er hat eine zweite Frau, ein zweites Zuhause, eine zweite Familie - und das seit 30 Jahren. Daraus ist der Dokumentarfilm "When a farm goes aflame" entstanden, der nun auf der Berlinale seine Premiere feiert. Es ist eine Reise zu den Ursprüngen seiner Familie, ein Hinterfragen der verschiedenen Vorstellungen von Liebe und Beziehung. Wo ist der Grund, auf dem man stehen kann, wenn einem der Grund unter den Füßen weggezogen wird?

Die Dichterin und Spoken-Work-Künstlerin Tanasgol Sabbagh auf dem Brechtfestival Augsburg
Tanasgol Sabbagh ist Dichterin und Spoken-Work Künstlerin. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den "-Ismen" unserer Zeit: Rassismus, Sexismus, Rechtsextremismus, aber auch mit Migration und der Frage nach der eigenen Identität. Längst gehört Tanasgol zu den festen Größen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Jetzt performt sie auf dem diesjährigen digitalen Brechtfestival in Augsburg.

Redaktion: Helge Freund

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