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Bayern erleben Der Bergbrenner: Auf Schatzsuche im Nationalpark Berchtesgaden

Montag, 19.10.2020
21:00 bis 21:45 Uhr

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Deutschland 2019

Ein junger Mann aus dem Berchtesgadener Land träumt von einem Job, der einmalig in ganz Europa ist: Max Irlinger möchte der neue Bergbrenner im Nationalpark Berchtesgaden in den bayerischen Alpen werden.

Seit dem 17. Jahrhundert sendet die älteste Bergbrennerei Deutschlands ihre Wurzelgräber in abgelegene, hochalpine Gegenden, um dort seltene Pflanzen zu suchen: Gebirgsenzian, Meisterwurz, Bärwurz und Wacholder. Damals wie heute ersteigen die Männer mühsam mit ihren Holzhacken, Lederschürze und Bergkrax'n auf dem Rücken Höhen um die 2.000 Meter. Bei Wind und Wetter, in körperlicher Schwerst- und Handarbeit werden von Frühjahr bis Herbst die Schätze aus der Erde geborgen und der besondere Schnaps an Ort und Stelle unter einfachsten Bedingungen gebrannt.

Max will die Nachfolge dieser 300 Jahre alten Tradition antreten und ihr Überleben sichern: "Wenn ich erst mal Bergbrenner bin, dann mache ich das fürs Leben, dann werden die mich nicht mehr los", lacht er. Der heimatverbundene junge Berchtesgadener hat noch nie das Fernweh verstanden, das viele seiner Freunde ins Ausland zieht. "Für mich sind die Berge hier vor der Tür das Paradies, da gibt es genug zu entdecken bis ich 100 bin."

Die Dokumentation zeigt Max während eines Sommers, den er zusammen mit seinem Lehrmeister Lukas auf der Funtenseehütte verbringt, um sich als Bergbrenner zu bewähren. Eine Zeit voll harter Arbeit und spannender Begegnungen: Tilman Piepenbrink, der Revierleiter des Nationalparks, stellt die Besonderheiten des einzigen alpinen Nationalparks Deutschlands vor und mit der Rangerin Carmen Kraus geht es von den Höhlen der Murmeltiere hoch hinauf zu einer schwer zugänglichen Wetterstation. Jenseits des Königssees verbringen zwei junge Frauen ebenfalls den Sommer in den Bergen: als Sennerinnen auf der Priesbergalm mit fantastischem Blick auf den Watzmann, das Wahrzeichen der Region.

Autor: Hannes Schuler
Redaktion: Ulrich Gambke