BR Fernsehen

Unsere Wälder: Der Hürtgenwald

Alaska. Brandenburg. Amazonas: Die Reportage "Unser Wald brennt!" ist das Herzstück der 12. "Green Seven Week" Was haben Alaska, Brandenburg, Kalifornien, die Amazonas-Region und Australien gemeinsam? Es gab (und gibt) dort verheerende Waldbrände. Was bedeutet es für uns und unseren Planeten, wenn unsere Wälder auf der ganzen Welt brennen? Warum scheinen die Brände immer heftiger zu werden? Wie können wir in Zukunft helfen? Vom 21. bis 27. September 2020 geht ProSieben in den Wald und rückt die Folgen der Waldbrände und des Waldsterbens in den Fokus der zwölften "Green Seven Week: Unser Wald brennt!" Titel: Green Seven; Copyright: ProSieben/Julia Feldhagen; Fotograf: Julia Feldhagen; Bildredakteur: Jan Islinger; Dateiname: 2054553.jpg; Rechtehinweis: Dieses Bild darf bis eine Woche nach Ausstrahlung honorarfrei für redaktionelle Zwecke und nur im Rahmen der Programmankündigung verwendet werden. Spätere Veröffentlichungen sind nur nach Rücksprache und ausdrücklicher Genehmigung der ProSiebenSat1 TV Deutschland GmbH möglich. Nicht für EPG! Verwendung nur mit vollständigem Copyrightvermerk. Das Foto darf nicht verändert, bearbeitet und nur im Ganzen verwendet werden. Es darf nicht archiviert werden. Es darf nicht an Dritte weitergeleitet werden. Aneinanderreihung/Zusammenlegung/Kopplung von Bildern zum Zweck der Erstellung von Slide-Shows o.ä. nicht gestattet; Verbindung/Einfügen/Anfügen von Werbung nicht gestattet. Bei Fragen: foto@prosiebensat1.com Voraussetzung für die Verwendung dieser Programmdaten ist die Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Presselounges der Sender der ProSiebenSat.1 Media SE. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/25171 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ProSieben" Foto: ProSieben/ProSieben/Julia Feldhagen | Bild: dpa-Bildfunk/ProSieben

Dienstag, 25.08.2020
14:00 bis 14:45 Uhr

  • Untertitel

BR Fernsehen
Deutschland 2020

Millionen von Granaten zerfetzten während des Zweiten Weltkriegs Buchen, Eichen und Fichten im Hürtgenwald in der Eifel. Die Bäume, die überlebt haben, zeigen heute noch die Wunden des Kriegs. Sie sind gespickt mit Granatsplittern.

Günther Hieke ist seit 30 Jahren Förster im Hürtgenwald. Er hat – wie vorher schon sein Vater – mitgeholfen, den Wald wieder aufzuforsten. Heute gehört der Hürtgenwald zu den größten Waldgebieten in Nordrhein-Westfalen – 6.000 Hektar frei von menschlicher Besiedlung.
Im Sommer leuchtet das Laub in sattem Grün.

Sommerhitze bedeutet aber auch Stress für einen Wald. Sogar in der Eifel mit ihren häufigen und verlässlichen Niederschlägen. In den tiefen Tälern des Hürtgenwalds fließen viele Bäche. Der Biber ist hier wieder zu Hause, fällt Bäume und staut Teiche auf. Das wiederum lockt den seltenen Schwarzstorch an. Bis vor wenigen Jahren war er im Hürtgenwald noch ausgestorben.

Niemand weiß mehr über den Hürtgenwald als Günther Hieke. Er kennt die Spuren der Menschen aus alter Zeit. In einer verborgenen Holzhütte lebten nach dem Krieg Waldarbeiter. Ihre Arbeit war überlebenswichtig – und lebensgefährlich. Viele Waldarbeiter sind von Minen getötet worden. An anderer Stelle im Norden des Hürtgenwalds finden sich unter alten Eschen die Überreste eines riesigen Klosters. Vor Jahrhunderten sorgten die Mönche für Handel und Bildung in der Region.

In den Heiden und Mooren des Walds ließen die Bauern einstmals ihre Tiere weiden. Auch heute sind hier wieder Schafe unterwegs, um diese alten Landschaften zu erhalten. Im Hürtgenwald wurde lange vor dem Aufstieg des Ruhrgebiets Eisen verhüttet. Große Mengen Holzkohle wurden gebraucht. Die Spuren der Köhlerkarren haben sich tief in den Felsen eingegraben und zeugen von der Härte des damaligen Lebens.

In früheren Zeiten war der Wald für die Menschen die Lebensgrundlage. Heute fasziniert der Hürtgenwald durch Abgeschiedenheit, tiefe Ruhe und Schönheit. Der Hürtgenwald ist eine faszinierende Waldlandschaft, ein Ort voller Überraschungen, voller Geschichten – erlebt an der Seite von Förster Günther Hieke.

Redaktion: Andreas Reinold