BR Fernsehen

Preisgekrönter Jugendfilm von Fatih Akin Tschick

Tschick - Filmszene | Bild: Studiocanal

Donnerstag, 01.08.2019
22:45 bis 00:10 Uhr

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BR Fernsehen
Deutschland 2016

Maik Klingenberg wächst scheinbar in einem perfekten Umfeld auf. Der Vater verdient gut, die Familie lebt in einem schönen Haus mit Pool und der 14-jährige Maik hat alles, was er braucht. Hinter der Fassade bröckelt es aber gewaltig. Die Mutter ist Alkoholikern und die regelmäßigen Entzugskuren bringen nicht den gewünschten Erfolg. Der Vater streitet sich oft mir ihr und Maik ist in der Schule ein langweiliger Außenseiter, für den sich niemand interessiert.

Eines Tages taucht ein neuer Schüler auf und wird in Maiks Klasse eingeteilt. Man weiß nicht viel über ihn, außer dass er Andrej Tschichatschow heißt und mit seinem Bruder aus Russland nach Deutschland gekommen ist. Schnell ranken sich viele Gerüchte um den Unbekannten, der sich in den ersten Wochen einiges zu Schulden kommen lässt. Tschick schwänzt den Unterricht, erscheint betrunken und gibt kaum Antworten.

Zu Beginn der Sommerferien steigt bei Tatjana, Maiks heimlicher Liebe, eine große Party. Doch sowohl Maik als auch Andrej sind nicht eingeladen. Maik bleibt allein zu Hause, seine Mutter ist in der Entzugsklinik und der Vater verbringt einige Tage mit seiner Affäre. Maik langweilt sich, als plötzlich Tschick in einem blauen Lada bei Maik vorfährt und ihn überredet, mit ihm zu Tatjanas Party zu fahren. Maik willigt nach einiger Zeit ein und so fahren die beiden 14-jährigen Jungs in einem gestohlenen Lada durch Berlin.

Bei Tatjana angekommen, übergibt Maik ihr sein Geschenk - ein selbstgemaltes Porträt von Beyoncé, Tatjanas Lieblingskünstlerin - und die beiden fahren wieder davon. Sie wollen noch nicht zurück, sondern entscheiden sich in die Walachei zu reisen, wo Tschick angeblich einige Verwandte hat. So beginnt der Roadtrip der beiden. Ohne Orientierung und geographische Kenntnisse fahren sie los.

Tschick ist ein 2010 im Rowohlt Verlag erschienener Jugendroman von Wolfgang Herrndorf.
Er handelt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem 14-Jährigen aus bürgerlichen Verhältnissen und einem jugendlichen Spätaussiedler aus Russland. Das Werk wurde 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie dem Clemens-Brentano-Preis und 2012 mit dem Hans-Fallada-Preis ausgezeichnet. Das in über 25 Ländern erschienene Buch hatte sich bis September 2016 allein in Deutschland über 2 Millionen Mal verkauft.

Besetzung

Rolle: Darsteller:
Maik Klingenberg Tristan Göbel
Andrej „Tschick“ Tschichatschow Anand Batbileg
Jugendrichter Alexander Scheer
Josef Klingenberg (Maiks Vater) Uwe Bohm
Dorfpolizist Marc Hosemann
Isa Schmidt Mercedes Müller
Mercedes Müller

Autor: Lars Hubrich, Hark Bohm
Kamera: Rainer Klausmann
Regie: Fatih Akin
Musik: Vince Pope
Redaktion: Cornelia Ackers

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