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Geboren in der Urzeit - Pferde Geschöpfe der Kälte und der Wüste

Nur wenige Kaspier haben im Iran überlebet. Auch heute noch ist der Fortbestand der Rasse ungewiss. | Bild: BR/Angelika Sigl

Donnerstag, 16.05.2019
10:25 bis 11:10 Uhr

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Deutschland 2008

Bis unter minus 30 Grad sinkt nachts die Temperatur in der mongolischen Steppe. Aber gerade unter diesen extremen Bedingungen hat ein Pferd überlebt, das mongolische Wildpferd. Doch die moderne Genetik offenbart: Dieses Wildpferd ist zwar sehr alt, aber die Chromosomenzahl stimmt nicht mit der heute lebender Hauspferde überein. Es kann also nicht der gesuchte Stammvater aller unserer heute lebenden Hauspferderassen sein.
Die Südwestküste Englands: Die Pferdekundlerin Sue Baker hilft die Geheimnisse einer kleinen Pferderasse zu lüften, die seit Jahrtausenden hier im Exmoor überlebt hat: das Exmoor-Pony. Während alle anderen britischen Ponyrassen mehr oder weniger züchterisch verändert wurden, hat sich diese Ponyart im südwestenglischen Exmoor seit Urzeiten unverändert erhalten. Doch bis heute haben Zoologen gezögert, das Exmoor Pony als echte Wildpferdform anzuerkennen.
Ein anderer Kandidat hat nur Asyl gefunden in England, denn seine ursprüngliche Heimat – Persien – ist nicht mehr sicher genug für die wenigen Tiere, die es noch gibt. Die Pferdeliebhaberin Louise Firouz hat am Kaspischen Meer durch einen Zufall das Kaspische Pferd entdeckt. Es ist klein und sieht dem heutigen Araberpferd sehr ähnlich. Louise erzählt die Entdeckungsgeschichte und zeigt die Gründe auf, warum das Kaspische Pferd ein Überlebender aus der Urzeit sein muss.

2 Teile, täglich

Autor: Angelika Sigl
Redaktion: Christine Peters