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Bayern erleben Die Zugspitze - Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands

Montag, 15.04.2019
21:00 bis 21:45 Uhr

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Deutschland 2015

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste deutsche Gipfel. Für viele ist sie der Inbegriff der Übererschließung, des Massentourismus und von Naturzerstörung, doch sie hat auch eine andere, unbekannte Seite. Abseits der Touristenscharen finden sich einsame und noch fast unberührte Winkel und Täler. In ihnen verbergen sich vielfältige Lebensräume mit zahlreichen Naturschätzen. So findet sich auch an den Flanken des Berges das eine oder andere Highlight wie zum Beispiel die spektakuläre Partnachklamm oder der wildromantische Eibsee. Letzterer wird von vielen wegen seines türkisblauen Wassers und seiner malerischen Buchten die "Bayerische Südsee" genannt.
Der Filmautor zeigt eine faszinierende Reise vom Tal zum Gipfel, von der Fülle des Lebens bis in unwirtliche Gipfelregionen. Er folgt einem Wildbach hoch und zeigt, wie sich die Vegetation und das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern. Mit drei Jahren Drehzeit ist es der wohl aufwendigste Film, der je über Deutschlands höchsten Berg gedreht wurde.
Filmautor Jürgen Eichinger zeigt, dass das Hochgebirge keine leblose, nackte Stein- und Eiswüste ist, sondern reich gefüllt ist mit widerstandsfähigem Leben. Im Laufe von Jahrmillionen haben es diese Arten gelernt, Unwettern und Wintereinbrüchen zu trotzen. Alpenschneehuhn, Gämse und Murmeltier tragen ein isolierendes Haarkleid. Kreuzotter, Bergeidechse und Alpensalamander etwa nützen mit ihrer dunklen Färbung die karge Wärmestrahlung bestmöglich aus.
Im Laufe des Films, sozusagen mit zunehmender "Reisehöhe", wird sich herausstellen, dass der Wildbach die Lebensader für extrem unterschiedliche Lebensräume bildet. Doch schon in wenigen Jahren wird er weitgehend versiegt sein, denn dann ist seine Quelle – der Zugspitz-Gletscher – durch die Klimaerwärmung dahingeschmolzen.

Autor: Jürgen Eichinger
Redaktion: Christine Peters