BR Fernsehen

Capriccio Das Kulturmagazin des BR Fernsehens

Dienstag, 11.12.2018
22:00 bis 22:30 Uhr

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  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2018

Dazu folgende Beiträge:

B12 – Gestorben wird im nächsten Leben
Der Manni, der Lenz, Gott, die Welt und eine überfahrene Katze. Das Rasthaus "B12" in Hohenlinden war seit jeher ein besonderer Ort. Christian Lerch aus Wasserburg am Inn hat einen Dokumentarfilm darüber gedreht. Die B12 ist bekannt für Raser und ihre höchstbrenzligen Überholmanöver der schier unendlichen Lasterkolonnen. Das Rasthaus "B12" ist Flohmarkt, Oldtimertreff und Imbiss zugleich. Aber vor allem ein höchst philosophischer Ort. Hier werden die großen Themen angepackt: das Leben, der Tod und das Leben nach dem Tod. Die kleinen natürlich sowieso: Wie ein Saukopf zu sein hat, damit er schmeckt. "B12 – Gestorben wird im nächsten Leben" ist einer der besten Dokumentarfilme des Jahres.

Berserker und "Schweinehund": zum 100. Geburtstag von Lothar-Günther Buchheim
Mit seinen Romanen "Das Boot" und "Die Festung" hat er internationale Bestseller geschrieben. Er war ein talentierter Maler, gerissener Fälscher und Sammler mit sicherem Gespür für große Kunst. Yves Buchheim erzählt die Geschichte seines Vaters, der am 6. Februar 2018 hundert Jahre alt geworden wäre, und räumt auf mit den Mythen und Legenden, die sich um die schillernde Persönlichkeit ranken und an denen Buchheim selbst kräftig mitgestrickt hat.

Das Verschwinden der Nacht
"Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?" fragt das Kinderlied. Wahrscheinlich nicht muss heute die triste Antwort lauten. Denn mehr als 60 Prozent der Menschen können einer Studie zufolge den natürlichen Sternenhimmel von ihrem Wohnsitz aus nicht mehr sehen. Es herrscht Lichtverschmutzung. Was macht das mit der Welt und uns, wenn die Nacht verschwindet?

Zeit der Zauberer
Mit der allumfassenden Dominanz der Wissenschaft Anfang des 20. Jahrhunderts erging es der Philosophie, wie es der Malerei mit dem Aufkommen der Fotografie erging – sie musste sich selbst auf neue Weise erfinden. Der derzeit interessanteste Vermittler von Philosophie, Wolfram Eilenberger, hat jetzt ein grandioses Buch vorgelegt über die 10 spannenden Jahre der Philosophie zwischen 1919 bis 1929, als Martin Heidegger ein wilder Skifahrer, Walter Benjamin eine Barfly und Ludwig Wittgenstein ein stocksteifer Milliardär waren – und abgesehen davon, das Denken völlig neu erfunden haben.

Redaktion: Lars Friedrich

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