BR Fernsehen

puzzle Viele Kulturen - ein Land

Montag, 07.11.2016
22:45 bis 23:15 Uhr

  • Untertitel

BR Fernsehen
Deutschland 2016

Moderation: Özlem Sarikaya

Die Themen der Sendung:

Wladimir Kaminer „Meine Mutter, ihre Katze und der Staubsauger“
„Russendisko“- und Bestseller-Autor Wladimir Kaminer hat erneut ein Buch über seine Familie geschrieben. Diesmal über seine Mutter. Eine 84 Jahre alte Frau, die dank ihrer unersättlichen Neugier mehr Abenteuer erlebt, als alle anderen Familienmitglieder. Aber Wladimir Kaminer wäre nicht Wladimir Kaminer, wenn er nicht in den kleinen, zugespitzten Begebenheiten des Alltags die großen Fragen der Gegenwart behandeln würde.

Burkaverbot
Bedrohung oder Bagatelle, Zwang oder freie Entscheidung, religiöses oder politisches Symbol – der Streit um die Burka ist in Deutschland in vollem Gange und erhitzt die Gemüter. Geht es nach den Innenministern der Union, soll die Vollverschleierung von Frauen verboten werden, zumindest teilweise. So steht es in der "Berliner Erklärung", einem Maßnahmenpaket für mehr innere Sicherheit, das im August verabschiedet wurde und das Bayern noch bis Ende des Jahres umsetzen will. Doch warum so viel Aufregung um ein Stück Stoff? Für was steht die Burka eigentlich? Und wie sinnvoll ist das Burkaverbot überhaupt? Ein kleiner Überblick.

„Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933-1945“
Der Blick auf Sinti und Roma ist seit Jahrhunderten von Stereotypen und Abneigung geprägt. Mit dem Nationalsozialismus begann die staatlich organisierte Verfolgung, und Bayern und München hatten hier eine Vorreiterrolle. Etwa 500.000 Sinti und Roma wurden ermordet. Entschädigung für das erlittene Unrecht wurde ihnen nach dem Krieg meistens verwehrt. Weiterhin herrschte Abneigung und Ablehnung gegen sie in der Gesellschaft und den Medien. Im NS-Dokumentationszentrum München befasst sich nun die Ausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933-1945“ mit der Geschichte dieser Minderheit.

Comedian Ususmango
„Rebell Comedy“ ist der Name eines Ensembles, bestehend aus Komikern mit Migrationshintergrund, die von Stadt zu Stadt ziehen und ganz Deutschland zum Lachen bringen. Ihr Name ist Programm. Sie sind Rebellen, die sich zu allem Möglichen zu Wort melden. Aber in erster Linie rebellieren sie gegen “Ethno Comedy“, denn damit haben sie nichts am Hut. Sie haben arabische, marokkanische, iranische, türkische oder auch Schweizer Wurzeln und parodieren Geschichten aus ihrem Leben. Es ist ein Konzept für eine zeitgemäße Comedy Show in einer multikulturellen Gesellschaft. "ouzzle" hat einen der Gründer von "Rebell Comedy" getroffen: Usama Elyas aka Ususmango.

No Comment
Unter dem Label "Flüchtling" wird viel über Menschen gesprochen und berichtet, die ihre Heimat verlassen mussten und jetzt bei uns leben. Selbst zu Wort kommen sie aber nur selten. In der Reihe „No Comment“ gibt "puzzle" Geflüchteten und deren Freunden die Gelegenheit, zu sagen, was ihnen am Herzen liegt. Was die Menschen erzählen, ist überraschend, ergreifend und tief. Diesmal war "puzzle" mit der Kamera in Augsburg – am Rande eines Drachenfestes, das das Grandhotel Cosmopolis veranstaltet hat.

Redaktion: Elisabeth Johne

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