BR Fernsehen

Der bayerische Übervater Zum Andenken an Gustl Bayrhammer

Szene aus: Der Kömödienstadel "Die drei Eisbären" Ð Die Brüder Peter (Gustl Bayrhammer, links), Juliander (Gerhart Lippert, Mitte) und Pauli (Maxl Graf) vom Haldeneggerhof finden eines Abends einen Säugling vor ihrer Tür. Das süße kleine Wesen verzaubert von der ersten Stunde an die drei raubeinigen Charaktere. Der Fund hat weitreichende Folgen. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: Bild: BR/Foto Sessner. Andere Verwendungen nur nach entsprechender vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Pressestelle.foto@br.de

Samstag, 04.02.2012
23:10 bis 23:45 Uhr

BR Fernsehen
Deutschland 2002

90 Jahre wäre er am 12. Februar geworden, der Schauspieler Gustl Bayrhammer, der sich über Jahrzehnte in die Herzen nicht nur des bayerischen Publikums gespielt hatte - als Kriminalhauptkommissar Veigl im "Tatort" und als Meister Eder im "Pumuckl" wurde der gestandene Bayer in ganz Deutschland bekannt. Dabei hatte er lange auf den Durchbruch warten müssen. 1945 erhielt er, zusammen mit Toni Berger, sein erstes Engagement in Sigmaringen. Danach folgten Tübingen und Augsburg, Karlsruhe und Salzburg. Nichts deutete darauf hin, dass sein Lebenstraum in Erfüllung gehen würde - an einem der großen Münchner Häuser zu spielen. Zwanzig Jahre musste Bayrhammer warten, bis ihn eine kleine Rolle in dem Fernsehspiel "Bohrloch" 1966 bekannt machte - und er an die Münchner Kammerspiele berufen wurde, wo ihn Therese Giehse mit den Worten empfing: "Wo haben Sie sich denn so lange versteckt?" Lange hielt es Gustl Bayrhammer an den Kammerspielen dennoch nicht aus, denn das Fernsehen lockte. Dort fand er - anfänglich durch den Komödienstadel und die Verfilmung des Brandner Kaspar - zu seiner Rolle als barocker, mitunter auch grantelnder Volksschauspieler.
Er war das personifizierte Bayern nicht nur für die Schauspielerkollegin Ilse Neubauer, die sich in diesem Porträt zusammen mit Toni Berger, Michael Lerchenberg und Gerhard Lippert an den großen Bayrhammer erinnert. Bei seinem Tod 1993 stellte der Münchner Oberbürgermeister fest: "Bayern ist ärmer geworden."

Redaktion: Johannes Pechtold