BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 10.06.2021
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2021

Die Themen der Sendung:

Warten auf Hilfe:Corona verschärft Mangel bei Psychotherapie.
Auch in der Psychotherapie legt die Corona-Krise einen Versorgungsmangel schonungslos offen: Wer nicht selbstmordgefährdet ist, bekommt in vielen Fällen erstmal keine Hilfe. Menschen in Bayern, die unter dem Virus oder dem Lockdown gelitten haben, brauchen jetzt vermehrt psychotherapeutische Hilfe. Die Anfragen in den Praxen haben sich im vergangen Jahr fast verdoppelt. Doch die Hilfesuchenden müssen oft ein halbes Jahr und länger auf einen Platz warten. Dabei gäbe es sogar genügend Therapeuten – aber zu wenig Kassensitze.

Wo sind all die Bäume hin? Wie Bayerns Wälder verschwinden
In Teublitz in der Oberpfalz und im Forst Kasten in Oberbayern demonstrieren gerade Hunderte für den Erhalt ihrer heimischen Wälder. Eigentlich dachten sie, der Schutz der Wälder sei inzwischen so etwas wie bayerische Staatsräson – spätestens, seit der Ministerpräsident medienwirksam Bäume umarmt. Doch seit 2018 wird mehr gerodet als aufgeforstet. Vor allem die Staatsforsten geben viel Wald her für Gewerbegebiete, Rohstoffabbau oder Parkplätze. Beim Landwirtschaftsministerium, dem die Staatsforsten unterstellt sind, sieht man offenbar keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Die "Hits" der 90er: Endlich wieder Benzinpreisdebatte!
Kaum wird das Benzin teurer, geht eine überwunden geglaubte Debatte wieder los: der Benzinpreis-Ärger. Sprit muss billig sein, sagen Politiker und verweisen auf Pendler und die Belastung von Menschen im ländlichen Raum – dieselben Argumente wie in den 90er Jahren. Dass höhere CO2-Preise unausweichlich und ein sozialer Ausgleich machbar ist – geschenkt. Ist die Gesellschaft nicht weiter? Waren nicht E-Autos der Weg aus der Abhängigkeit vom Ölpreis? Werden in Wahrheit nicht vor allem tonnenschwere Hybrid-Boliden vom teuren Sprit getroffen? Die Benzinpreis-Debatte braucht wohl ein Update.

Teure Erleuchtung: Anwohner sollen Straße zahlen.
Siggenhofen bei Markt Schwaben hat 70 Einwohner und zwei Straßen. Nun will die Gemeinde eine der beiden Straßen ausbauen. Ein richtig großer Ausbau, mit Straßenbeleuchtung soll es werden. Die Bürger aber sagen, sie wollen das alles gar nicht, wegen der Lichtverschmutzung. Und sie wollen erst recht nicht dafür zahlen. Das müssten sie aber, denn der vollständige Ausbau ermöglicht es der Gemeinde, auch nach Abschaffung der "Strabs" die Kosten von 226.000 Euro auf die Anwohner umzulegen.

Ein Kubus für Cube: Bike-Hochregallager spaltet Waldershof
Es klingt nach einem ehrenwerten Plan: Der oberpfälzer Fahrradhersteller Cube will beim Bau seines neuen Zentrallagers möglichst wenig Fläche versiegeln, und baut deshalb 50 Meter in die Höhe und, um LKW-Fahrten zu vermeiden, direkt an der Produktion. Das Fahrradgeschäft boomt schließlich! Ein 50-Meter-Kasten in einer kleinen Stadt? Die Waldershofer hadern. Und nicht nur sie. Denn, um Flächen zu sparen, könnten Lager- und Logistikzentren bald häufiger in die Höhe wachsen.

Warten auf Hilfe: Corona verschärft Mangel bei Psychotherapie.

Wo sind all die Bäume hin? Wie Bayerns Wälder verschwinden

Die "Hits" der 90er: endlich wieder Benzinpreisdebatte!

Teure Erleuchtung: Anwohner sollen Straße zahlen.

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Redaktion: Christoph Thees

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