BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 11.02.2021
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2021

Die Themen der Sendung:

Alleinstellungsmerkmal: die Leiden der Singles im Lockdown
Man möge doch zuhause, in der Familie bleiben, so lauten die Appelle der Politiker. Doch wenn dort niemand ist? Wenn keine Familie vorhanden ist? Im zweiten Lockdown fällt Menschen ohne Partner oder Mitbewohner langsam, aber sicher die Decke auf den Kopf. Und tatsächlich kann Einsamkeit auch krankmachen, körperlich und psychisch. Kein Wunder, dass Dating-Plattformen und Partnervermittlungen boomen. "quer" zu Besuch bei zwei Frauen, die sich nichts sehnlicher wünschen als einen Partner an ihrer Seite.

Verhandlungskunst: Mieter zwingen Immobilienmogul in die Knie.
Was für eine Geschichte: Ein Wohnblock im prekären Münchner Stadtteil Hasenbergl soll saniert werden, die Mieter müssen raus, kriegen eine lächerliche Umzugshilfe und sollen nach Sanierung auch nicht mehr einziehen dürfen. Soweit der Plan eines Münchner Immobilien-Magnaten. Doch die Mieter machen Sven Karadi zu ihrem Sprecher und zwingen, gemeinsam mit Lokalpolitikern, den Unternehmer an den Verhandlungstisch. Im Ergebnis ist immerhin dem Gesetz genüge getan. Aber müssen in München selbst gesetzliche Mieterrechte erst tapfer erkämpft werden?

Aufgescheucht: Bayerns Wild im pandemiebedingten Dauerstress
Jäger Emmeran Königer kann seine Büchse an die Wand hängen. Denn in den letzten Monaten hat er in seinem Revier östlich von München 48 tote Rehe gefunden – überfahren, im Kanal ertrunken, zu Tode gehetzt von Hunden. Die Tiere waren auf der Flucht vor Spaziergängern und Sportlern, die seit dem Lockdown in bisher ungekannter Zahl in die Wälder strömen. Dem Jäger bleibt nur aufzuklären. Und weiter tote Rehe zu zählen.

Streit ohne Ende? Umfrage-Gerangel um Nationalpark Steigerwald
Nach langem Hin und Her hatte Ministerpräsident Söder 2018 entschieden, dass aus der Idee, in den Buchenwäldern des Steigerwalds einen Nationalpark auszuweisen, vorerst nichts wird. Trotzdem ist der Steigerwald nicht zur Ruhe gekommen: Die Grünen veröffentlichten jüngst eine Umfrage, der zufolge drei Viertel der Menschen in der Region einen Nationalpark wollen. Die Gegner des Parks wollen nun mit einer eigenen Umfrage das Gegenteil beweisen. Derweil befehden sich Gegner und Befürworter mit mehr oder weniger anarchischen Aktionen: Forstmaschinen werden beschmiert, Wirtshäuser werden boykottiert. Ist das noch demokratische Willensbildung?

Betreuungsfalle: der schwierige Kampf um die Selbstbestimmung
Gerhard Hilbich ist halbseitig gelähmt und braucht bei alltäglichen Verrichtungen Hilfe. Nach seiner festen Überzeugung ist der ehemalige Ingenieur aber geistig fit. Er erledigt seinen Papierkram selbst, organisiert seinen Alltag und hält Kontakt mit Anwälten, Gerichten und Behörden. Trotzdem hat Hilbich einen gesetzlichen Betreuer, der seine finanziellen Dinge regelt, weil das Gericht einem Gutachten folgte, das Hilbich die Geschäftsfähigkeit abspricht – trotz eines gegenteiligen anderen Gutachtens. "quer" über den zähen Kampf um ein selbstbestimmtes Leben.

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Verhandlungskunst: Mieter zwingen Immobilienmogul in die Knie.

Aufgescheucht: Bayerns Wild im pandemiebedingten Dauerstress

Streit ohne Ende? Umfrage-Gerangel um Nationalpark Steigerwald

Betreuungsfalle: der schwierige Kampf um die Selbstbestimmung

Redaktion: Christoph Thees

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