BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 10.09.2020
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2020

Die Themen der Sendung:

Kritik unerwünscht: Südtirol verklagt bayerische Umweltschützer.
Können Umweltschützer in Europa auch künftig Missstände anprangern und ihre Meinung frei äußern? Um nicht weniger geht es bei einem Prozess in Bozen, in dem sich auch bayerische Umweltschützer verantworten müssen, weil sie den Pestizideinsatz im Südtiroler Apfelanbau kritisiert haben. Dem Münchner Umweltinstitut und dem österreichischen Dokumentarfilmer Alexander Schiebel wird vorgeworfen, den Ruf der Südtiroler Landwirtschaft geschädigt zu haben. Sollte es zur Verurteilung kommen, könnten weit über tausend Bauern auf Schadenersatz klagen.

Corona-Massentests in Bayern: Überlastet in die Erkältungssaison?
Kostenlose Tests für alle ist die Strategie der Bayerischen Staatsregierung im Kampf gegen Corona. Doch weil Gesundheitsämter und Labore zunehmend an ihre Grenzen stoßen, kritisieren viele Virologen und Mediziner Bayerns Teststrategie. Sie fordern, die Kapazitäten dort zu bündeln, wo sie besonders gebraucht werden: für Patienten mit Symptomen, in Krankenhäusern, Altenheimen und an Schulen. Nun will die Staatsregierung zwar Ende September die Teststationen für Reiserückkehrer an Bahnhöfen und Autobahnen schließen. Doch entstehen dadurch genügend freie Testkapazitäten für den nahenden Herbst?

Vollgas statt Atempause: Opfert Bayern die Natur dem Wachstum?
Volle Parkplätze, Touristen-Schlangen, genervte Einheimische: Der "Urlaub dahoam" in Corona-Zeiten war eher stressig. Eigentlich hätte man daraus lernen können, dass es im Tourismus, statt des Üblichen "größer, schneller, weiter", neue Wege braucht. Tatsächlich geht es aber vielerorts weiter wie bisher. Ob im oberfränkischen Höllental, wo die Staatsregierung jüngst das Mammut-Projekt "längste Hängebrücke Deutschlands" mitten im Naturschutzgebiet genehmigt hat, oder im Allgäu, wo der geplante vierspurige Ausbau der B12 noch mehr Tagestouristen Richtung Oberstdorf spülen soll.

Rollstuhlfahrer ausgebremst: Was ist das Recht auf Teilhabe wert?
Ein Münchner Rollstuhlfahrer konnte eineinhalb Jahre lang seine Wohnung nicht verlassen. Als er sich schließlich auf eigene Kosten eine Rampe baut, um wieder am Leben teilnehmen zu können, hat er die Rechnung nicht mit dem Wohnungseigentumsgesetz gemacht. Dieses ermöglicht es seinen Nachbarn nämlich, juristisch gegen die Rollstuhlrampe vorzugehen. Auch anderswo haben es Menschen mit Behinderung im Alltag unnötig schwer. Denn wo die Gesellschaft ästhetische Einschränkungen hinnehmen muss, hört das Verständnis für Menschen mit echten Einschränkungen bisweilen offenbar auf.

Immer Ärger mit der "Sonne": Hofpfisterei mahnt Bäckereien ab.
Seit Jahren setzt das Münchner Bäcker-Unternehmen Hofpfisterei sein Recht durch: Kein anderer Bäcker darf das Wort "Sonne" für Brot und Semmeln verwenden. Denn die Hofpfisterei hat sich den Begriff schützen lassen. Zuletzt hat es einen Bäcker aus Reit im Winkl getroffen. Doch der bekommt jetzt überraschend viel Unterstützung im Netz: Viele verstehen nicht, warum ein Großunternehmen auch noch in der Corona-Krise Abmahnungen an kleine Bäcker verschickt. Das Beharren auf der Sonne wird für die Hofpfisterei nun zum PR-Desaster.

Kritik unerwünscht: Südtirol verklagt bayerische Umweltschützer.

Corona-Massentests in Bayern: Überlastet in die Erkältungssaison?

Vollgas statt Atempause: Opfert Bayern die Natur dem Wachstum?

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Immer Ärger mit der "Sonne": Hofpfisterei mahnt Bäckereien ab.

Redaktion: Christoph Thees

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