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Musikdokumentarfilm Bunch of Kunst - A film about Sleaford Mods.

Das englische Elektropunk-Duo "Sleaford Mods" aus Nottingham besteht aus dem Sänger/Rapper Jason Williamson (rechts) und dem Instrumentalisten Andrew Fearn (links). Ihre Musik ist eine Mischung aus Post-Punk, Minimal Electro und Hip-Hop mit politischen Texten, die Jason im Dialekt der East Midlands vorträgt. Heir bei einem Gig im Cafe Indiependent. | Bild: arte/BR/Daniel Waldhecker

Nacht auf Donnerstag, 13.08.2020
00:55 bis 02:40 Uhr

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Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 2017

"Junge Leute unterschreiben Major-Plattenverträge, bloß um über die Liebe zu singen. Hey, ich glaube ja an die Liebe. Aber for fucks sake: Wen interessiert das, wenn du von 15 Pfund in der Woche überleben musst?", erklärt Jason Williamson, ehemaliger Hühnerfabrik-Fließbandarbeiter und Chef des Grantelrap-Duos Sleaford Mods aus Nottingham.

Zusammen mit Beatmaker Andrew Fearn kümmert sich Williamson lieber um die Themen, die vom englischen Musikbusiness normalerweise ignoriert werden: die Conservative Party, Celebrity-Scheinwelten und das Leben am unteren Rand der Gesellschaft, zwischen Arbeitsamtsbesuchen und Sozialhilfeanträgen.

Eine Haltung, die den beiden und ihrem Manager, dem Ex-Busfahrer und Betreiber des Avantgarde-Noise-Labels Harbinger Sound, Steve Underwood, in ihrer Heimat den Titel "Voice of the Working-Class" einbrachte.

Die Musikdokumentation "Bunch of Kunst" erzählt die Geschichte von drei Überzeugungstätern, die mit scharfkantigem Sprechgepunk, Rumpel-Beats und DIY-Ethos das Musikbusiness nach ihren Regeln aufmischen. Ein Pop-and-Politics-Roadmovie durch die englische Provinz.

Regie: Christine Franz
Redaktion: Carlos Gerstenhauer