BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 26.03.2020
20:30 bis 21:15 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2020

Die Themen der Sendung:

Corona-"Ausflügler" am Tegernsee – Bürgermeister schlagen Alarm
Am Sonntag erhielt Landtagspräsidentin Ilse Aigner Post vom Tegernsee. Ein Brandbrief, unterzeichnet vom Tegernseer Bürgermeister im Namen der Kollegen aus dem Tegernseer Tal: Das Recht auf Bewegung an der frischen Luft, auf Spazierengehen, also das letzte bisschen Freizeitbeschäftigung, das den Bayern in diesen Zeiten verblieben ist, das treibt im Tal seine Blüten. Denn die Münchner gehen nach wie vor gerne dort spazieren. Am See und auf den Bergen. Wer räumt dann hinter den Münchnern "den Dreck weg?", fragt sich der Bürgermeister. Seine Forderung: Ausflüge nur noch in dem Landkreis, in dem man wohnt. Doch der Krisenstab der Staatsregierung und Ministerpräsident Söder halten eine weitere Beschränkung für nicht sinnvoll. "quer" über den Spagat zwischen Vernunft und Lagerkoller.

Chancengleichheit adé? Heimunterricht verstärkt Bildungs-Lücke
Seit knapp zwei Wochen haben die bayerischen Schulen geschlossen. Und bemühen sich, den Schülerinnen und Schülern die Aufgaben und den Stoff digital zur Verfügung zu stellen. Für die Eltern ist das eine zusätzliche Herausforderung. Denn viele von ihnen arbeiten weiter, müssen für die Betreuung ihrer Kinder sorgen und sollen auch noch als Hilfslehrer einspringen. Eltern aus Akademikerberufen, die besonders häufig Homeoffice machen können, tun sich da leichter. Doch was, wenn die Eltern trotz Corona-Krise ans Fließband, an die Kasse oder in die Nachtschicht müssen? Lehrkräfte und Bildungsexperten warnen schon jetzt: Kindern aus sozial schwächeren Familien könnten durch die Corona-Krise noch weiter ins Hintertreffen geraten. So verschärft die Krise die Bildungslücke, die auch in normalen Zeiten schon problematisch ist.

Die Hand, die dich füttert: Streit um BMW-Logistik-Zentrum
Die Menschen in und um Wallersdorf leben von BMW. Die Werke des Autobauers in Dingolfing bieten hier vielen Arbeit, Geld und eine sichere Zukunft. In Wallersdorf steht bereits eines der größten Logistikzentren der Welt. Nun könnte ein weiteres Logistikzentrum dazu kommen, ein Investor hat den Grund dafür erworben und möchte den Flächennutzungsplan ändern. Wo heute auf fruchtbarem Gäuboden Kartoffeln und Getreide wachsen, soll womöglich bald gebaut werden. Das wiederum kommt nicht so gut an in Wallersdorf und stürzt den Ort in ein Dilemma. Denn gegen BMW will hier wirklich keiner etwas sagen. Aber noch ein weiteres Logistikzentrum bedeutet eben auch noch mehr Flächenversiegelung, noch weniger Grünland.

Ernte in Gefahr? Freiwillige sollen bei der Feldarbeit helfen.
Es ist ein soziales Experiment, das gerade auf unseren Feldern stattfindet. Die Landwirte brauchen 300.000 Hilfskräfte bei der Ernte, doch viele Saisonarbeiter aus Osteuropa fehlen aufgrund der Corona-Krise. Die Bauern rufen nach Hilfe, fordern Solidarität. Und bekommen sie. Denn immer mehr Freiwillige finden sich im Netz zusammen, um zu helfen. Studenten, Asylbewerber, Angestellte in Kurzarbeit helfen beim Hopfen andrehen. Auch in Wirtshäusern und Geschäften zeigt sich nach öffentlichen Aufrufen im Netz viel Solidarität. Das freiwillige Engagement zeigt, dass in der Krise auch eine Chance stecken kann – für mehr Miteinander. Wenn jetzt Landwirte und Städter zusammenarbeiten, könnten nebenher auch noch Vorurteile fallen.

Corona-„Ausflügler“ am Tegernsee – Bürgermeister schlagen Alarm

Chancengleichheit adé? Heimunterricht verstärkt Bildungs-Lücke

Die Hand, die dich füttert: Streit um BMW-Logistik-Zentrum

Ernte in Gefahr? Freiwillige sollen bei der Feldarbeit helfen.

Redaktion: Christoph Thees

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