BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 05.03.2020
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2020

Die Themen der Sendung:

Handy-Spionage: Werden wir von unseren Smartphones abgehört?
Es ist ein Verdacht, den Zuschauerinnen und Zuschauer seit Monaten immer wieder an "quer" herantragen: Hört mich mein Smartphone ab? Werden private Gespräche von Internetkonzernen mitgehört, von Algorithmen ausgewertet und die Daten zu Werbezwecken genutzt? "quer" begibt sich auf die Spur des Handy-Mysteriums und macht mit IT-Experten den Abhör-Test. Das Ergebnis sagt weniger über Google, Facebook und Apple, dafür aber umso mehr über unser nonchalantes Verhältnis zu Privatsphäre und Datenschutz aus.

Taferl-Streit von Murnau: vom Niedergang der Debattenkultur
Riesen-Ärger in Murnau: Hängt am Maibaum ein Taferl mit fremdenfeindlichen Parolen? So sieht es ein Bürger und hat mit seiner Beschwerde eine Lawine losgetreten. Erst wird das Taferl hastig abgehängt. Dann kommt es mit großem Brimborium und unter dem Beifall von Trachtenverein und Lokalpolitik wieder zurück. Die Debatte spaltet den Ort, schwarz oder weiß, pro Taferl oder kontra, ein vernünftiger Austausch findet kaum noch statt. Viele Murnauer erinnert das an die große Politik und die polarisierte Debattenkultur in der Flüchtlings- und Integrationspolitik. Und wen überrascht‘s: Auch die AfD vor Ort versucht auf den Streit aufzuspringen.

Symbolpolitik im Buchenwald: ein Naturmonument als Luftnummer?
Was für eine Show: Ministerpräsident und Umweltminister weihen im Februar das "Nationale Naturmonument Weltenburger Enge" ein. Für die Staatsregierung ist das ein großer Wurf. Kurz darauf werden nah am neuen Naturmonument alte Buchen abgeholzt, Naturschützer schreien auf. Sie sehen das hochgepriesene Prestigeprojekt als Endprodukt eines atemberaubenden umweltpolitischen Schrumpfungsprozesses: Ursprünglich sollte das Gebiet Teil des geplanten Nationalparks Donauauen werden. Aus dem wurde nichts. Und nun schützt das Naturmonument nicht mal den Baumbestand in unmittelbarer Nähe.

Frauen im Visier: das toxische Weltbild der "Pick-Up-Artists"
Sie sehen Frauen als Objekte, nennen sie nur "hot babes". Ein Nein wird nicht akzeptiert, denn der Mann muss "dominieren" und seinen Willen durchsetzen. Die sogenannte Pick-Up-Artist-Bewegung trifft sich in deutschen Städten zu Seminaren, in denen ein fragwürdiges Frauenbild gelehrt und im Anschluss in Bars und Kneipen an Frauen ausprobiert wird. Am Wochenende waren die selbsternannten Artists in München unterwegs. "quer" hat sich auf ihre Spur begeben und mit Frauen gesprochen, die mit der Anmache schon konfrontiert waren.

Geiz ist ungeil: Wie Bauern zur Massentierhaltung getrieben werden
Bauern, die sich um Tierwohl und artgerechte Haltung sorgen, haben es schwer. Zwar geben Verbraucherinnen und Verbraucher in Umfragen gerne an, wie wichtig ihnen Bio, Öko und Co. sind, aber an der Supermarktkasse entscheiden sich die Kunden dann aber doch mehrheitlich für Billigprodukte. Die Massentierhaltung ist entgegen aller Beteuerungen en vogue. Und so entstehen immer neue Großställe mit hunderttausenden Tieren – vor allem bei Geflügel. Denn mit Tierschutz ist allzu oft kein Gewinn zu machen.

Handy-Spionage: Werden wir von unseren Smartphones abgehört?

Taferl-Streit von Murnau: vom Niedergang der Debattenkultur

Symbolpolitik im Buchenwald: ein Naturmonument als Luftnummer?

Frauen im Visier: das toxische Weltbild der „Pick-Up-Artists“

Geiz ist ungeil: Wie Bauern zur Massentierhaltung getrieben werden

Redaktion: Christoph Thees

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