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Die Rückkehr des Eisvogels

Eisvogel taucht nach erfolgreichem Fang wieder aus dem Wasser auf. | Bild: BR/MDR/Cees van Kempen

Mittwoch, 19.02.2020
10:25 bis 11:10 Uhr

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Deutschland 2017

Glück und Geduld braucht, wer einen Eisvogel beobachten will. Das Tier ist scheu und selten. Einst wurde es wegen seiner Federn stark bejagt und durch schmutziges Wasser und begradigte Flussläufe seines natürlichen Lebensraumes beraubt. Doch dank der vielfältigen Umweltschutzbemühungen in ganz Europa kehrt der Eisvogel zurück!
An naturnahen Fluss- und Bachlandschaften mit klaren Gewässern, ausreichend Nahrung und vielen Gehölzen am Ufer fühlt sich der schillernde Vogel wohl. Doch manchmal suchen sich die Tiere auch Orte, an denen man sie nicht unbedingt vermuten würde, wie die Dokumentation des niederländischen Filmemachers Cees van Kempen zeigt.
Ein Eisvogelpärchen hat einen Seitenarm des Schelde-Rhein-Kanals, der jährlich von etwa 70.000 riesigen Frachtschiffen befahren wird, als Revier für die Aufzucht seiner Jungen auserkoren. Die sandige Steilwand ist ideal für den Bau der Bruthöhle. Auch genügend kleine Fische für viele hungrige Schnäbel schwimmen vor der Haustür. So kommt es, dass das Pärchen in unmittelbarer Nähe einer "Wasserautobahn" gleich dreimal hintereinander brütet, und in einem Sommer 19 Eisvogelküken das Licht der Welt erblicken.

Autor: Cees van Kempen
Redaktion: Sabine Eschenweck