BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 06.06.2019
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
2019

Die Themen der Sendung:

Tödliche Abbiegeunfälle: Es passiert, weil nichts passiert
Vor zwei Wochen wurde in München ein 11-jähriges Kind auf seinem Fahrrad von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Es ist ein tragischer Unfall von vielen in den vergangenen Jahren. Dabei gibt es mittlerweile Abbiegeassistenten, durch die die meisten dieser Unfälle verhindern werden könnten. Doch warum wird nicht gehandelt? Spediteuren ist die eigentlich billige Technik noch immer zu teuer, und Städte sperren Lastwagen ohne Abbiegeassistent noch immer nicht aus. Und der Verkehrsminister? Fördert zwar den freiwilligen Einbau, setzte sich aber mit einer Pflicht zum sofortigen Umrüsten in der EU nicht durch.

Auf Messers Schneide? Trachtlerprotest gegen Klingen-Verbot
Die Trachtler, die Brotzeitmacher, die Picknicker. Alle könnten demnächst betroffen sein von einer neuen Gesetzesinitiative, die Messer über eine Länge von sechs Zentimeter generell verbieten möchte. Damit soll auf eine Zunahme der Messerattacken reagiert werden. Doch gibt es die überhaupt? Die statistische Datenlage ist diffus, und trotzdem soll mit dem Verbot dem Sicherheitsgefühl der Bürger sowie der medialen und politischen Erregung Rechnung getragen werden. Die Trachtler fühlen sich gegängelt und gehen auf die Barrikaden.

Kommunaler Klimanotstand: Politik-Revolution von unten?
Während das Klimakabinett der Bundesregierung weiterhin nur Zeitpläne und vage Absichtserklärungen verkündet, ergreifen die Kommunen die Initiative: Immer mehr Städte – in Bayern nun auch Erlangen - rufen den Klimanotstand aus und verpflichten sich, Klimabelange in ihren politischen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen. Was bedeutet das? Alles nur PR? Nur werbewirksames Greenwashing? Oder ein echter Politikwechsel mit Vorbildfunktion für die Bundespolitik. "quer" über eine Klimarevolution von unten.

Anstand wurscht? Erstes Handy-Verbot an Metzgertheke
Man steht irgendwo in der Schlange und zückt – quasi automatisch – sein Handy. Schließlich will man die verrinnende Lebenszeit sinnvoll nutzen. Das analoge Personal hinter der Metzgertheke verliert nicht selten gegen die digitalen Reize. So ignorieren die Kunden immer öfter die elementaren Anstandsregeln und Umgangsformen. Nun aber formiert sich Widerstand gegen die Verrohung der Sitten: in einem Würzburger Supermarkt und auf deutschen Autobahnen.

Schlamm drüber: Kläranlagen in Entsorgungsnot
Das Landratsamt Haßberge erstellt Anzeige wegen falscher Ausbringung von Klärschlamm auf zwei Feldern. Die Entsorgungsfirma spricht von einem vertauschten Lieferschein, der Bauer ist sauer, die Kommunen ratlos. Eigentlich wäre Klärschlamm ja ein super Dünger, wäre er nicht mit Mikroplastik, Medikamenten oder Keimen verunreinigt. Und mit der neuen Düngeverordnung wird noch strenger reglementiert, wie viel Klärschlamm auf die Äcker gekippt werden darf. Die Preise für die Entsorgung steigen und steigen, die Kläranlagen müssen findiger werden, wie sie ihren Klärschlamm reduzieren. Entsorger und Kommunen fragen sich: Wohin mit dem Dreck?

Tödliche Abbiegeunfälle: Es passiert, weil nichts passiert.

Auf Messers Schneide? Trachtlerprotest gegen Klingen-Verbot

Kommunaler Klimanotstand: Politik-Revolution von unten?

Anstand wurscht? Erstes Handy-Verbot an Metzgertheke

Schlamm drüber: Kläranlagen in Entsorgungsnot

Redaktion: Christoph Thees

Mehr zu quer als Newsletter

Sie wollen mehr quer? Wir schicken Ihnen gerne jeden Freitag einen Newsletter. Darin: Links zu unseren Sendungsbeiträgen vom Vorabend und mehr aus unseren Social Media-Kanälen. Lust auf Post von uns? Hier klicken und abonnieren.