BR Fernsehen

Capriccio Das Kulturmagazin des BR Fernsehens

Dienstag, 19.03.2019
22:45 bis 23:15 Uhr

  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2019

Die Themen der Sendung:

Lesen verlernt: Warum viele Kinder Geschichten nicht mehr verstehen
Ein Fünftel aller Zehnjährigen hat massive Probleme beim Lesen. Und zwar vor allem dabei, längere Geschichten zu verstehen. Das hat nicht nur fatale Folgen für die Phantasie der Kinder, sondern auch für ihr späteres Leben. Denn durch Lesen lernt man komplexes Denken, die Fähigkeit zu Empathie. Woran liegt diese verheerende Leseschwäche und was kann dagegen getan werden?

Waldbaden: Eine Japanerin zwischen bayerischen Fichten
Die Japanerin Miki Sakamoto vermisst die Kirschblüten und entdeckt den bayerischen Wald. Über Jahrzehnte entwickelt die Frau des bekannten Biologen Josef Reichholf eine spezielle Kunst des Waldspaziergangs. In Japan wird sogenanntes "Waldbaden" bereits seit den 80ern staatlich gefördert, da man von der heilsamen Wirkung überzeugt ist. Sakamotos Buch "Eintauchen in den Wald" ist ein eigenwilliger Blick auf das bayerische Gehölz.

Die Kunst des Kompromisses: Eine Ehrenrettung
Die Kunst verachtet den Kompromiss schon immer: Klingt zu sehr nach Mittelmaß. Aber auch in der Politik schwindet der Wille zur Einigung. Und im Privaten werden in Zeiten absoluter Individualisierung Kompromisse immer mehr als Feinde der eigenen Freiheit empfunden. "Capriccio" spricht mit dem Kabarettisten Christian Springer und der Philosophin Isolde Charim darüber, warum wir den lästigen Mittelweg trotzdem dringend brauchen.

Nachruf Okwui Enwezor
Matthew Barney, Ai Weiwei oder Kunst aus dem Centre Pompidou: Okwui Enwezor brachte gigantische Ausstellungen nach München. Von 2011 bis 2018 war er Direktor am Haus der Kunst. Davor Leiter der Documenta 11 in Kassel und 2015 Kurator der Kunstbiennale in Venedig. Jetzt ist Okwui Enwezor im Alter von 55 Jahren viel zu früh gestorben.

Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons"
Der oscarnominierte Film "Of Fathers and Sons" gibt einen erschütternden Einblick, wie Kinder radikalisiert werden und wie Gewalt ihre Seelen vergiftet. Zwei Jahre lang hat der Regisseur Talal Derki das Leben einer radikal-islamischen Familie begleitet. Hochriskant für ihn und nur möglich, indem er sich selbst als Anhänger der Salafisten ausgegeben hat.

Lesen verlernt: Warum viele Kinder Geschichten nicht mehr verstehen

Waldbaden: eine Japanerin zwischen bayerischen Fichten

Die Kunst des Kompromisses: eine Ehrenrettung

Nachruf Okwui Enwezor

"Of Fathers and Sons": oscarnominierter Dokumentarfilm

Redaktion: Lars Friedrich

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