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Welt der Tiere Gibbons - von Affenliebe und Affentreue

Ein Weißhand-Gibbons im Nationalpark Khao Yai in Thailand. | Bild: BR

Samstag, 09.03.2019
09:30 bis 10:00 Uhr

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Deutschland 2007

Affen leben in einem komplizierten Gleichgewicht von Kooperation und Konkurrenz. Sie schließen Beistandspakte, führen Tauschgeschäfte und kennen auch die Vetternwirtschaft.
Das Zusammenleben der Geschlechter ist nach Mustern organisiert, die man auch in menschlicher Gesellschaft kennt. Während Gorillas sich einen Harem halten, bevorzugen Schimpansen den freien Partnertausch und bei den Bonobos gibt es sogar so etwas wie käufliche Liebe: Sex gegen Banane. Gibbons dagegen leben monogam und halten ihrem Partner lebenslang die Treue.
Einer der sich besonders gut mit Affen auskennt, ist der Primaten-Forscher Volker Sommer. In Thailands ältestem Nationalpark Khao Yai führte er eine Studie über das Sozialleben der Weißhand-Gibbons durch. Bisher galten Gibbons als Musterbeispiel einer festen Partnerschaft im Tierreich. Doch nach eingehender Forschung hat Volker Sommer herausgefunden, dass Gibbons untreu sind.

Autor: Felix Heidinger
Redaktion: Bernd Strobel