BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 10.01.2019
20:45 bis 21:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
2019

Die Themen der Sendung:

Blick in die Zukunft: "quer"-Special mit Harald Lesch
Das Jahr 2019 verspricht ein Jahr mit wesentlichen Veränderungen zu werden: Die Technologie der Künstlichen Intelligenz nimmt weiter an Fahrt auf – eine Macht ohne Moral oder unverzichtbarer Zukunftsmarkt? Dann: Der Klimawandel schreitet dramatisch voran. Was kann man, was kann jeder Einzelne tun, um CO2 einzusparen? "quer"-Moderator Christoph Süß wagt mit dem Philosophen und Astrophysiker Harald Lesch einen Blick ins Jahr 2019 und stellt wichtige Zukunftsfragen: Kann man auf Politik und Wirtschaft hoffen, um dem Raubbau an der Natur, dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und der Spaltung der Gesellschaft Herr zu werden? Und wenn nein: Was kann ein jeder selbst für ein zukunftsfähiges Zusammenleben tun? In "quer" nennt Harald Lesch Möglichkeiten und Lösungsansätze.

Ganz Bayern ist von Gewerbe besetzt. Ganz Bayern? Nein!
Die Gemeinde Vilshofen wollte auf Äckern und Wiesen vor den Toren der Stadt ein Industriegebiet bauen und dort eine Firma für Asphaltaufbereitung ansiedeln. Doch Vilshofen hatte die Rechnung ohne das Dorf Albersdorf gemacht, in dessen direkte Nachbarschaft das Gebiet gekommen wäre. Die Dorfbewohner stellten sich quer, protestierten, klärten über Planungsfehler auf, schrieben fast 600 Einwände und riefen den Petitionsausschuss des Landtags an. Mit Erfolg: Die Stadt musste das Projekt begraben. Und das Asphaltwerk? Wurde trotzdem gebaut. Aber auf dem Gelände eines bereits bestehenden Gewerbegebiets.

Sauber getestet: Wie klimafreundlich kann man in Bayern leben?
Eine ziemlich normale Familie in Bayern. Oder fast normal. Denn Familie Klimenta aus Regensburg versucht, CO2 zu sparen, wo sie nur kann. Schließlich dürften wir Deutschen rechnerisch statt bisher 11 Tonnen CO2 nur noch eine Tonne im Jahr verursachen, um die schlimmsten Klima-Auswirkungen in den kommenden Jahrzehnten noch abzuwenden. Familie Klimenta setzt auf Hackschnitzel-Heizung, Wärmepumpe, wenig Fleisch und keine Flugreisen. Doch der Versuch zeigt, dass die Familie selbst so nur um die 3 Tonnen einsparen kann. Es wäre mehr drin, doch vieles liegt nicht direkt in der Verantwortung des Einzelnen. Ein besserer Nahverkehr zum Beispiel könnte den Eltern das Auto ersparen. Energiemix, Heizen, Mobilität, an diesen Stellschrauben ist die Politik in der Pflicht.

Künstliche Intelligenz: Wären Computer die bessere Regierung?
Schöne neue Welt – in München arbeitet die Firma IBM an einer lernfähigen Software, die beispielsweise helfen soll, Staus zu verhindern. Mit Maschinenlernen, künstlicher Intelligenz und Robotik könnte aber nicht nur der Verkehrsfluss, sondern auch staatliches Handeln optimiert werden. „Lasst uns das Regieren neu erfinden - KI kann helfen“ heißt es in einem Strategiepapier. Fein. Und die Risiken? In Österreich arbeitet die KI schon im Arbeitsamt und kategorisiert Menschen nach ihrer Brauchbarkeit – Frauen, Mütter, Behinderte haben schlechtere Karten. Führt die KI also auch zum unmenschlichen Umgang mit Menschen? Und wer trägt Sorge, dass dies nicht passiert? Darauf gibt es von Seiten der Politik noch kaum Antworten.

Blick in die Zukunft: "quer"-Special mit Harald Lesch

Ganz Bayern ist von Gewerbe besetzt. Ganz Bayern? Nein!

Sauber getestet: Wie klimafreundlich kann man in Bayern leben?

Künstliche Intelligenz: Wären Computer die bessere Regierung?

Redaktion: Christoph Thees

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