BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 13.09.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2018

Die Themen der Sendung:

Der Wolf im Wahlpelz: Gerissene Kälber werden zum Politikum
Diese Woche beginnt der Viehscheid im Allgäu, und so mancher Bauer dürfte in diesem Jahr froh sein, seine Tiere wieder heil von der Alpe zu bekommen. Denn seit einigen Wochen ist er da: der Wolf. Seit Anfang August häufen sich die Fälle von gerissenen Weidetieren und mit ihnen auch die Debatten darüber, wie mit ihm umzugehen ist. Und da zufällig gerade Wahlkampf ist, fühlen sich auch die Parteien bemüßigt, Position zu beziehen. So wird der Wolf - zumindest im Allgäu - zum Wahlkampfthema Nummer eins! Doch helfen die ideologisch beladenen Ideen der politischen Lager den Bauern vor Ort wirklich weiter?

Neubau mit nassen Füßen: Sündenfall im Hochwassergebiet?
Obwohl es sich bei der Daxerau in Traunstein um ein Hochwassergebiet handelt, beschloss der Traunsteiner Stadtrat im Sommer mehrheitlich, ein geplantes Wohnungsbauprojekt weiter voran zu treiben. Denn das Gutachten des Bauträgers sieht keine Überflutungsgefahr. Also kann doch auch gebaut werden. Die Gegenwehr der Bürger samt Gegengutachten hat die Stadt bislang stoisch ignoriert. Doch jetzt kommt Unterstützung anderer an der Traun liegender Gemeinden, die fürchten, selbst Hochwasseropfer zu werden.

Nicht mehr zu retten: Bürokratie schuld an Unfalltod?
Trotz eines nagelneuen, grenzüberschreitenden Rettungszentrums in Furth im Wald kam es Anfang August in der Grenzregion zu einem tragischen Unglück: Einem auf tschechischer Seite gestürzten Radfahrer konnte nicht rechtzeitig geholfen werden, und er verstarb. Dabei war die Rettung alarmiert: Auf tschechischer Seite kam sie aufgrund der längeren Anfahrt zu spät, und die Deutschen, die zwar näher dran waren, durften aufgrund fehlender Zuständigkeit nicht losfahren. Kurzum: Die grenzüberschreitende Rettung, die doch zur Sicherheit der Menschen eingeführt wurde, funktioniert nicht - und es sind nicht allein die Sprachprobleme.

Sonntags nur mit Buddha: Regensburg und die Ladenöffnung
Ja, die Ladenöffnungszeiten am heiligen Sonntag sind ein vieldiskutiertes Thema. In Regensburg treibt das jetzt neue Blüten. Denn laut städtischer Satzung dürfen Souvenirläden sonntags nur geöffnet haben, wenn sie mindestens zu Hälfte typisch „ortskennzeichnende“, also Regensburger Andenken verkaufen, die es aber für Regensburg kaum gibt. Oder aber die dargebotene Ware hat einen religiösen Bezug. So kommt es, dass nun plötzlich einige Läden sonntags schließen mussten, während sich die übrigen einen religiösen Bezug dank Buddhastatuen erschleichen.

Ampelchaos: Eichstätt und sein Kreuz mit der Kreuzung
Sie galt über Jahre als die schlimmste Kreuzung Deutschlands: Ein Verkehrsknotenpunkt von vier Straßen im Westen von Eichstätt, der von der Regionalbahn durchschnitten wird und deshalb als „Gefahrenquelle“ galt. Jetzt, nach jahrzehntelanger Diskussion, einer vierteljährigen Bauzeit und rund 1,25 Millionen Euro Kosten ist der Neubau fertig, und ist - noch schlimmer! So sehen es jedenfalls die Anwohner, die mit den neuen 37 Ampeln einfach nicht zurechtkommen. Was haben Bahn, Stadt, Landkreis und Bund da nur zusammengeplant?

Der Wolf im Wahlpelz: Gerissene Kälber werden zum Politikum.

Neubau mit nassen Füßen: Sündenfall im Hochwassergebiet?

Nicht mehr zu retten: Bürokratie schuld an Unfalltod?

Sonntags nur mit Buddha: Regensburg und die Ladenöffnung

Ampelchaos: Eichstätt und sein Kreuz mit der Kreuzung

Redaktion: Christoph Thees

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