BR Fernsehen

quer ... durch die Woche mit Christoph Süß

Donnerstag, 14.06.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar
  • Untertitel
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2018

Die Themen der Sendung:

Zeitenwende: Porsche-Fahrer am Abgas-Abgrund
Es sind schwere Zeiten für Porsche-Fans. Denn die Autofirma liefert zurzeit keine Neufahrzeuge. Warum? Porsche kommt nicht hinterher, seine Autos an die neuen Abgas-Vorschriften anzupassen. Zum einen geht es dabei um die Ausrüstung mit Partikelfiltern, zum anderen um die neuen, realistischeren Verbrauchstests. Ist das nur ein vorübergehendes Problem, das auch andere Hersteller trifft? Oder das Ende einer Autokultur, die in den letzten Jahren vor allem auf superschnelle SUVs setzte? "quer" traf Fachleute und die Fans vom Porsche-Club, die dem Ende des Benzin-Zeitalters auf alle Fälle trotzen wollen.

Extremwetter: Überschwemmungsopfer ohne Schutz
Die letzten Tage in Bayern waren geprägt von extremem Wetter: Gewitter, Sturm, Hagel, Starkregen. Keller liefen voll, Wohn- oder Geschäftsräume wurden überschwemmt – und das auch bei Menschen, die gar nicht direkt an einem Bach oder Fluss leben. Viele dieser Menschen hatten nie mit Überflutungen gerechnet. Wer hilft ihnen jetzt? Zwei Drittel der Wohnhäuser in Bayern sind nicht gegen Elementarschäden versichert. Und die Staatsregierung hatte ja schon angekündigt, keine Hochwasser-Soforthilfe mehr zu zahlen.

Leere Nester: Vogelschwund nach Gifteinsatz in Franken
Ende April wurden Wälder in Mittel- und Unterfranken mit Gift besprüht. Das Mittel „Mimic“ soll gegen die Raupen des Schwammspinners helfen. Die genauen Auswirkungen des Giftes sind aber wissenschaftlich noch nicht abschließend untersucht. Jetzt machten Vogelschützer bei ihren Rundgängen im Landkreis Schweinfurt eine Entdeckung: Vögel haben ihre Nester und Brutkästen zurückgelassen. Die Naturschützer machen „Mimic“ dafür verantwortlich. Ihre Schlussfolgerung: Das Gift hat so viele Raupen auch anderer Arten getötet, dass den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen wurde.

Pflege-Bürokratie: Kein Geld für häusliche Helfer
Eine ehemalige Krankenschwester hilft ihrer 95-jährigen Nachbarin. Die ist nicht mehr so mobil und braucht zu Hause etwas Unterstützung im Alltag, sonst droht das Altersheim. Solche haushaltnahen Dienstleistungen sollten seit der letzten Pflegereform mit einem Beitrag von 125 Euro im Monat honoriert werden. Eigentlich! Denn bevor das Geld ankommt, müsste die Krankenschwester bis zu 80 Stunden Unterricht zum Thema Haushaltsführung und Umgang mit Demenzkranken besuchen. Und sich bei einem zertifizierten Pflegedienst anstellen lassen. Laut einer aktuellen Studie kommt das Geld bei 70 Prozent der Berechtigten nicht an. Und das liegt wohl auch an der Bürokratie.

Naturschutz-Diskussion: Stehpaddel-Verbot im Altmühltal?
Trendsport Stand-up-Paddling: Die Paddelbretter erobern Bayerns Flüsse. Doch an der Altmühl wird jetzt aus Naturschutzgründen über ein Verbot nachgedacht. Die Paddler würden Vögel und Fische stören, heißt es. Erstaunlich ist nur, dass die bei Urlaubern so beliebten, kommerziellen Kanu-Verleiher an der Altmühl nicht zur Debatte stehen.

Zeitenwende: Porsche-Fahrer am Abgas-Abgrund

Extremwetter: Überschwemmungsopfer ohne Schutz

Leere Nester: Vogelschwund nach Gifteinsatz in Franken

Pflege-Bürokratie: kein Geld für häusliche Helfer

Naturschutz-Diskussion: Stehpaddel-Verbot im Altmühltal?

Redaktion: Wolfgang Mezger

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