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natur exclusiv Unbekanntes Afrika - Sahara

Das Sandmeer von Libyen erschreckt sich über 1.000000 Quadratkilometer. Hier zu überleben, schaffen nur die Wenigsten. Manchmal erzeugen Milliarden rutschender Sandkörner ein gewaltiges Dröhnen - die Dünen "singen". | Bild: BR/WDR/Ian Liewellyn

Sonntag, 22.04.2018
14:20 bis 15:05 Uhr

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BR Fernsehen
Deutschland 2013

Spektakuläre Zeitrafferaufnahmen zeigen die Wanderung von Sanddünen in der Sahara, enträtseln das Geheimnis der "singenden Dünen" und lassen den Betrachter einen Sandsturm so erleben als sei er selbst mittendrin.
Höchst skurrile Geschöpfe flüchten vor der Sonne einfach in die Tiefe. Nacktmulle verbringen nahezu ihr ganzes Leben unter der Erde – wo es mit knapp 30 Grad im Vergleich zur Oberfläche in der Wüste erträglich ist. Sie sind die einzigen Säugetiere, die wie Bienen und Ameisen Staaten bilden mit einer recht tyrannischen Königin und einem ganzen Stab an Arbeitern.
Im Zentrum der Sahara jedoch vermag kaum jemand zu überleben. Denn die Wüste, die heute eine Fläche so groß wie die USA einnimmt, hat sich erst vor etwa 5.000 bis 6.000 Jahren gebildet. Durch eine leichte Verschiebung der Erdachse und der Erdumlaufbahn blieben die Regenfälle aus. Die Wüste ist noch so jung, dass den Tieren keine Zeit blieb, sich an die veränderte Situation anzupassen. Mit eigener Leistung schafft das jedoch ein gerade mal 20 Gramm schwerer Vogel: Die Rauchschwalbe muss auf ihrem Weg von ihrem Winterquartier in Nigeria zurück nach Europa die Sahara überqueren – ohne einen ausgezeichneten Navigationssinn wäre das ein hoffnungsloses Unterfangen. Der einzige Halt ist eine Oase namens Umm al Maa – doch die Schwalben erwartet dort kein frisches Wasser, sondern eine ätzende Sodabrühe und eine riesige Fliegenplage. Doch genau diese Insekten erweisen sich auf den zweiten Blick als ihre Rettung.
Das vielleicht spektakulärste Beispiel, wie auch kleine Tiere in der Wüste überleben können, zeigt der Wettlauf der Silberameisen gegen die Zeit. Sie erscheinen erst mittags, genau dann, wenn ihr größter Feind, die Fransenfingereidechse, unter die Erde fliehen muss. Es herrschen bereits über 46 Grad und den Ameisen bleiben gerade mal zehn Minuten, um Futter zu finden.

Autor: Matthew Wright
Redaktion: Sabine Eschenweck

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