BR Fernsehen

Aschermittwoch der Künstler Übertragung aus dem Münchner Liebfrauendom

Mittwoch, 14.02.2018
16:00 bis 17:30 Uhr

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  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

BR Fernsehen
Deutschland 2018

"Gedenke, Mensch, dass du Staub bist, und zu Staub zurückkehren wirst", mit diesen Worten zeichnet Kardinal Reinhard Marx vielen Künstlerinnen und Künstlern das Aschenkreuz auf die Stirn. Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit, sie ist aber auch Symbol der Buße und Reue. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, für Christen eine Chance, sich wieder neu auf das Wesentliche zu besinnen.

Am 22. Februar 2018 jährt sich die Ermordung der Geschwister Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst. Im Gedenken an die Mitglieder der „Weißen Rose“ steht nun, 75 Jahre später, das Thema „Umkehr und Widerstand“ im Mittelpunkt des Aschermittwochsgottesdienstes. Texte von Ludwig Steinherr und die Komposition „In Memoriam: die Weiße Rose“ von Hans Werner Henze (1926-2012) illustrieren die Erinnerungen. Als starkes bildliches Zeichen wird das Kreuz aus dem Hinrichtungsraum in Stadelheim in den Dom gebracht.

Der Aschermittwoch der Künstler geht auf eine Anregung des katholischen Schriftstellers Paul Claudel zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Künstler in Paris zum Gedankenaustausch einlud. Der Kölner Kardinal Frings schloss sich der Idee an. Seither treffen sich am Aschermittwoch in vielen europäischen Städten Bischöfe, Seelsorger, Gläubige und Künstler. Gemeinsam beginnen sie die Zeit der Besinnung und Buße.

Redaktion: Andrea Kammhuber

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Religion erleben – der Name „stationen“ ist Programm. Ob Stationen einer persönlichen Entwicklung oder Stationen des Kirchenjahrs, die Feste anderer Religionen oder Stationen des Lebens: Die Sendung fragt, wie Menschen denken und glauben und ermöglicht den Zuschauern, Religion (mit) zu erleben und ihre eigene Orientierung in einer komplizierten Welt zu finden.