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Neuverfilmung von Xaver Schwarzenberger Sisi (Teil 1)

Die aufwendige Neuverfilmung des Lebens von Sisi, der legendären Kaiserin von Österreich wurde gedreht an spektakulären Schauplätzen in Österreich, Ungarn und Italien. Unter der Regie von Xaver Schwarzenberger spielt die junge Italienerin Cristiana Capotondi die Rolle der Sisi.

Stand: 12.05.2020

Das Protokoll wird für Sisi (Cristiana Capotondi, links) eine Qual, wenn sie gemeinsam mit der ersten Hofdame Gräfin Esterhazy (Franziska Stavjanik) und Kaiser Franz (David Rott) offizielle Termine absolviert. | Bild: Beta Film GmbH/BR

Die Aufregung im bayerischen Schloss Possenhofen ist groß, als der österreichische Kaiser Franz Joseph (David Rott) Nené von Bayern (Christiane Filangieri) nach Wien einlädt, um sie näher kennenzulernen. Alle erwarten, dass Nené die Frau des jungen Kaisers wird.

Filminfo

Originaltitel: Sisi (A/D/I, 2009)
Regie: Xaver Schwarzenberger
Darsteller: Cristiana Capotondi, David Rott, Martina Gedeck, Fritz Karl
Länge: 98 Minuten
16:9, Surround, VT-UT

Doch als sich beim Kennenlernen auch die Wege der lebenslustigen jüngeren Schwester Sisi (Cristiana Capotondi) und des streng erzogenen Franz Joseph kreuzen, kommt alles anders. Die beiden verlieben sich auf den ersten Blick. Gegen den Willen der Kaiserin Mutter Sophie (Martina Gedeck) entscheidet sich der junge Kaiser dafür, Sisi zu heiraten.

Gegen alle Widrigkeiten und Zweifel führt Herzog Max von Bayern (Herbert Knaup) seine Tochter "Sisi" (Cristiana Capotondi) zum Traualtar.

Nach einer traumhaften Hochzeit wird das junge Paar jedoch schnell vom Alltag eingeholt. Während Franz nur das Leben als Kaiser kennt, auf das er seit seiner Geburt vorbereitet wurde, fühlt sich die freiheitsliebende Sisi von den Traditionen am Wiener Hof erdrückt, die ihrer liberalen Erziehung in Bayern so sehr widersprechen. Besonders Franz Josephs Mutter Sophie zeigt sich von der unkonventionellen Art der jungen Frau alles andere als begeistert und zweifelt an deren Eignung, ihrem Volk eine gute Kaiserin zu sein.

Gewohnt, ihren eigenen Kopf durchzusetzen, beginnt Sisi, gegen die Etikette bei Hof aufzubegehren, womit sie auf Bewunderung, aber auch auf Erstaunen und Ablehnung konservativer Adelskreise stößt. Für den Kaiser ungewohnt sind das politische Interesse und die Einflussnahme seiner liberalen Frau, die Waisenhäuser besucht und große Sympathien im Volk genießt. Immer wieder führt dies zu Meinungsverschiedenheiten, die den kaiserlichen Führungsstil in der Vergangenheit, aber auch die aktuelle Innen- und Außenpolitik betreffen.

Erzherzogin Sophie (Martina Gedeck) und Herzogin Ludovica von Bayern (Licia Maglietta, rechts).

Hierdurch wird die Liebe zwischen Sisi und Franz auf eine harte Probe gestellt, doch die Probleme im Kaiserreich sind nicht zu übersehen: Sowohl in den südlichen als auch in den östlichen Provinzen des Reichs keimen revolutionäre Gedanken auf, und die Rufe nach Mitbestimmung und Abspaltung werden immer lauter.

Die Konflikte zwischen Sisi und Franz verschärfen sich noch, als der charismatische ungarische Revolutionär Graf Andrassy (Fritz Karl) auf der Bildfläche erscheint und Sisi für seine Sache gewinnen will. Franz entschließt sich, Sisi stärker in die Regierungsgeschäfte einzubinden. Um die große Beliebtheit der Kaiserin zu nutzen, begleitet Sisi ihren Mann zunehmend bei politischen Auftritten, so auch bei Besuchen in Italien und Ungarn.

Gegen den Willen der Schwiegermutter nimmt Sisi ihre beiden Kinder Sophie und Gisela mit nach Budapest, wo sie und Franz Joseph einen harten Schicksalsschlag erleiden: Die kleine Sophie stirbt auf der Reise an einer Lungenentzündung.


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