BR Fernsehen - Film & Serie


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Jugendbuch-Verfilmung Die Schwarzen Brüder

Im 19. Jahrhundert werden arme Schweizer Bauernbuben als Kaminfegerjungen nach Mailand verhökert - so wie Giorgio. Um das harte Leben besser ertragen zu können, schließen sie sich zu einer Bande zusammen. Doch werden sie es wieder in die Freiheit schaffen?

Stand: 18.03.2018

Luini (Moritz Bleibtreu) verkauft einen Jungen an Meister Zitrone (Dominique Horwitz). | Bild: BR/enigma film gmbh/Martin Valentin Menke

Der dreizehnjährige Giorgio lebt im Tessiner Bergdorf Sonogno in armen, aber glücklichen Verhältnissen. Eines Tages wird seine Mutter von einem Adler angegriffen und stürzt einen Berghang hinunter. Giorgios Vater hat keine andere Wahl, als seinen Sohn an den Mann mit der Narbe, Antonio Luini, zu verkaufen, damit er den Arzt für seine Frau bezahlen kann. Luini hat nur ein Ziel: Er will den Jungen zu Geld machen.

Filminfo

Originaltitel: Die Schwarzen Brüder (D/I/CH, 2014)
Regie: Xavier Koller
Darsteller: Moritz Bleibtreu, Fynn Henkel, Sabine Timoteo, Leonardo Nigro, Dominique Horwitz, Richy Müller
Länge: 96 Minuten
16:9, stereo, VT-UT, Audiodeskription

Auf der gefährlichen Reise nach Mailand freundet sich Giorgio mit Alfredo an, der dasselbe Schicksal teilt. Noch am Tag ihrer Ankunft in der italienischen Metropole werden Giorgio und Alfredo in einer beispiellosen Feilscherei an Kaminfegermeister verkauft. Die Tessiner Jungs sollen als „Spazzacamini“ arbeiten. Giorgio hat Glück, denn er gerät an den gemütlichen Meister Battista.

Doch dessen Frau und ihr Sohn Anselmo nutzen jede Gelegenheit, um Giorgio das Leben schwerzumachen. Einziger Lichtblick in der Familie ist Angeletta, die jedoch an einer schweren Lungenkrankheit leidet.

Die Kaminkehrerjungen schließen sich zu den Schwarzen Brüdern zusammen.

Die Arbeit, die auf die „Spazzacamini“ wartet, ist unmenschlich: Als lebendiger Besen steigt Giorgio in heiße Kamine, um diese mit bloßen Händen vom Ruß zu befreien. Zu all dem lauern auch noch in den Gassen die „Wölfe“, eine Bande Mailänder Straßenjungen, die den „Spazzacamini“ das Trinkgeld abnehmen.

Doch dann trifft Giorgio Alfredo wieder, der ihm ein Versteck in den Katakomben unter der Kirche des Paters Roberto zeigt. Dort treffen sich die Kaminfegerjungen heimlich und gründen den Bund der „Schwarzen Brüder“. Sie schwören sich gegenseitig Hilfe und kämpfen gemeinsam gegen alle Anfeindungen. Als der Anführer der Gruppe, Alfredo, an den Folgen der Knochenarbeit stirbt, will Giorgio den Plan seines Freundes umsetzen: die Flucht der „Schwarzen Brüder“ zurück ins Tessin – eine Flucht, die der brutale Luini mit allen Mitteln verhindern will.


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