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Pilgern auf Bayerisch Nebenwege

Seine ihm fremd gewordene 14-jährige Tochter Marie im Schlepptau, will Richard seine demenzkranke Mutter ins Pflegeheim bringen. Eine Sache von ein paar Stunden, glaubt er. Doch plötzlich ist die alte Frau verschwunden. Sie hat sich spontan zu einer Wallfahrt nach Altötting aufgemacht.

Stand: 06.05.2015

Für Richard Beller waren die letzten Jahre kein Zuckerschlecken. Die Trennung von seiner Frau und die harte Arbeit im Architekturbüro haben ihn viel Kraft gekostet. Darunter hat auch das Verhältnis zu seiner 14-jährigen Tochter Marie enorm gelitten. Sie gibt ihm die Schuld an der Trennung der Eltern.

Filminfo

Originaltitel: Nebenwege - Pilgern auf Bayerisch (D, 2014)
Regie: Michael Ammann
Drehbuch: Michael Ammann
Darsteller: Roeland Wiesnekker, Christine Ostermayer, Lola Dockhorn, Tilo Prückner
Länge: 90 Minuten

Zu allem Überfluss ist auch Richards 78-jährige Mutter Hilde seit einiger Zeit zum "Problem" geworden, sie zeigt unleugbare Anzeichen von Alzheimer. An diesem Wochenende soll sie ins Altersheim umziehen. Ausgerechnet jetzt droht der wichtigste Auftrag seines Lebens durch ein technisches Problem im Büro wegzubrechen.

Richard versucht sein Bestes, doch seine Mutter sträubt sich vehement dagegen, ins Altersheim zu ziehen und Marie schmollt, weil Richard ihren Geburtstag vergessen hat. Hilde trifft in dieser verfahrenen Situation den Entschluss, zur Schwarzen Madonna nach Altötting zu pilgern, die ihr auch schon in anderen schwierigen Lebenslagen geholfen hat.

Hilde (Christine Ostermayer, re.) und ihre Enkelin Marie (Lola Dockhorn) kommen sich wieder näher.

Während Vater und Tochter noch zanken, macht Hilde sich auf den Weg - einfach so, in Hausschuhen und Kittelschürze. Als Richard bemerkt, dass seine Mutter weg ist, macht er sich mit seiner Tochter auf die Suche nach Hilde. Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch Bayern, die die drei auf vielen Umwegen mit jedem Schritt näher zusammenführt.

Die BR-Koproduktion "Nebenwege" erzählt in eindrucksvollen Bildern vor schönster bayerischer Kulisse von einer Familie, die durch eine unfreiwillige Pilgerreise ihre Sprachlosigkeit überwindet und wieder zueinander findet. Der Kinofilm ist eine Produktion von Akzente Film in Koproduktion mit BR und ndF, gefördert von FFF Bayern, DFFF und FFA.


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