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Familienfilm mit Michael Lesch und Klausjürgen Wussow Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk

Der kleine Jacob hat nur einen Wunsch zu Weihnachten: Er möchte endlich seinen Großvater kennenlernen. Doch der ist seit Jahren verschollen und niemand weiß, wo er steckt. Als Jacob seinen Herzenswunsch auf dem Wiener Christkindlmarkt einem Weihnachtsmann anvertraut, ahnt er nicht, welch turbulente Entwicklungen er damit in Gang setzt …

Stand: 12.12.2018

Wo steckt Jacob? Seine Eltern Katharina (Ursula Buschhorn) und Robert (Michael Lesch) machen sich ernsthafte Sorgen. | Bild: ARD Degeto/BR/Petro Domenigg

Advent in Wien: Alle Kinder freuen sich auf Weihnachten. Nur Jacob (Wolf-Niklas Schykowski) ist unglücklich: Sein Vater Robert (Michael Lesch) hat nur das Baugeschäft im Kopf, und auch seine Mama Katharina (Ursula Buschhorn) engagiert sich als Krankenhausärztin mehr für fremde Kinder als für das eigene.

Info

Originaltitel: Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk (D/A, 2003)
Regie: Karin Hercher
Darsteller: Wolf-Niklas Schykowski, Michael Lesch, Klausjürgen Wussow
Länge: 88 Minuten
VT-UT, 16:9, stereo

Das wäre halb so schlimm, wenn sich ein lieber Großvater um den Kleinen kümmern könnte – so wie der nette Willi Unger im Nachbarhaus. Doch Jacobs Opa Eduard (Klausjürgen Wussow) ist bereits vor Jacobs Geburt spurlos verschwunden. Die Eltern schweigen sich über Eduard aus.

Auch von Onkel Jochen (Michael Roll) ist nichts über den Opa zu erfahren. Jochen ist das schwarze Schaf der Familie, ein idealistischer Schöpfer von allerlei skurrilen Erfindungen, die den Menschen das Leben leichter machen sollen, sich aber leider als unverkäuflich erweisen.

Aber Jochen ist der Einzige, der den kleinen Jacob richtig versteht. Denn auch Jochen ist unglücklich: Er hat sein Herz an die hübsche Sabine verloren. Doch die ist bereits anderweitig verliebt – in einen verheirateten Mann. Endlich hat Jacobs Mutter trotz ihrer vielfältigen Verpflichtungen doch einmal Zeit, um mit ihrem Sohn den Christkindlmarkt zu besuchen.

Endlich vereint: Jacob (Wolf-Niklas Schykowski) und sein Opa Eduard (Klausjürgen Wussow).

Jacob nutzt diese Gelegenheit und gesteht dem nächstbesten Mann mit rotem Kostüm und weißem Bart seinen Herzenswunsch: Opa Eduard soll zu Weihnachten nach Hause kommen! Was Jacob nicht ahnt: Sein verschollener Großvater steckt im Weihnachtsmannkostüm direkt vor ihm …

"Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk" ist ein anrührender und kurzweiliger Weihnachtsfilm für die ganze Familie. Der renommierten TV-Regisseurin Karin Hercher ("Heimatgeschichten - O Tannenbaum", "Zwei Brüder") ist es gelungen, die besinnliche Thematik spannend und überaus unterhaltsam zu erzählen.

Dass "Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk" wohl kaum einen Zuschauer unberührt lassen wird, liegt auch an den erstklassigen Leistungen der gut aufgelegten Darstellerriege: Klausjürgen Wussow ("Klinik unter Palmen", "Schwarzwaldklinik") präsentiert sich als Vollblutschauspieler, der alle Facetten der tragischen Hauptfigur souverän herüberbringt.

Michael Roll ("Ein Gauner Gottes", Unter weißen Segeln - Urlaubsfahrt ins Glück") und Ursula Buschhorn ("Ich leih dir meinen Mann", "Wilder Kaiser") haben bereits in dem erfolgreichen ARD-Film "Sieben Tage im Paradies" gemeinsam vor der Kamera gestanden.

Jacobs Filmvater Michael Lesch ist durch zahlreiche Serien und TV-Filme wie "Freunde fürs Leben" oder "Fliege kehrt zurück" bekannt. Auch die Nebenrollen sind mit Alexandra Kamp ("Antonia - Zwischen Liebe und Macht", "Sehnsucht nach Sandin") und Karl Merkatz ("Der Bockerer", "Das ewige Lied") hervorragend besetzt. Und der bezaubernde kleine Wolf-Niklas Schykowski als Jacob spielt souverän wie ein alter Hase.


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