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Justizdrama von Robert Redford Die Lincoln Verschwörung

Am Abend des 14. April 1865 verübt der politische Fanatiker John Wilkes Booth ein tödliches Attentat auf US-Präsident Abraham Lincoln. Der junge Anwalt Frederick Aiken verteidigt bei dem Prozess Mary Surratt. Als Mutter eines der Verschwörer soll sie den Männern geholfen haben … Der zweifache Oscar-Preisträger Robert Redford inszenierte den legendären Prozess gegen die Lincoln-Attentäter als packendes Polit- und Justizdrama mit James McAvoy und Robin Wright in den Hauptrollen.

Stand: 01.03.2021

Die Angeklagte Mary Surrat (Robin Wright) ist irritiert über die Verteidigungsstrategie ihres Anwalts Frederick Aiken (James McAvoy). | Bild: ARD Degeto/BR/The American Film Company

Amerika, April 1865. Der blutige Bürgerkrieg ist nach der Kapitulation der größten Konföderierten Armee so gut wie beendet.

Filminfo

Originaltitel: The Conspirator (USA, 2010)
Regie: Robert Redford
Darsteller: James McAvoy, Robin Wright, Tom Wilkinson, Kevin Kline, Evan Rachel Wood
Länge: 110 Minuten
16:9, Surround, VT-UT

Für den fanatischen Südstaatler John Wilkes Booth ist der Kampf damit aber noch nicht vorbei. Schon lange hatte er mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Ermordung Abraham Lincolns geplant.

Am Abend des 14. April ist es soweit: Bei einem Theaterbesuch des Präsidenten schleicht Booth ungehindert zu dessen Loge und schießt ihm aus nächster Nähe in den Kopf. Zur gleichen Zeit dringt sein Komplize Lewis Payne in die Gemächer von Außenminister William Seward ein und verwundet ihn schwer.

Der Lincoln-Attentäter John Wilkes Booth (Toby Kebbell) ist stolz auf seine blutige Tat.

Seward überlebt, doch Lincoln erliegt am Morgen des 15. April seinen Verletzungen. Die Nation steht unter Schock. Auch der junge Anwalt und ehemalige Kriegsheld Frederick Aiken ist angesichts dieses bis dahin beispiellosen Terroranschlags fassungslos.

Eine fieberhafte Jagd nach den Verschwörern beginnt. Booth stirbt bei einer Schießerei mit seinen Verfolgern, während die anderen verhaftet und vor ein Militärgericht gestellt werden.

Unter ihnen ist auch Mary Surratt, die Mutter von John Surratt, dem als Einzigen der Attentäter die Flucht gelang. Sie soll die Männer bei ihren Plänen unterstützt haben.

Als Frederick Aiken von höchster Stelle zu ihrem Pflichtverteidiger ernannt wird, ist er hin- und hergerissen: Einerseits will er als überzeugter Nordstaatler keinen der Verschwörer verteidigen, andererseits merkt er schnell, dass Mary ein unfairer Schauprozess bevorsteht. Je mehr er sich in ihren Fall vertieft, desto stärker zweifelt er an ihrer Komplizenschaft.

Reverdy Johnson (Tom Wilkinson, rechts) macht Frederick Aiken (James McAvoy) klar, wie wichtig der Prozess gegen die Lincoln-Verschwörer ist.

Auf immer neuen Wegen versucht er, vor Gericht ihre Unschuld zu beweisen. Doch der politische Druck ist enorm: An einem Freispruch Marys scheint niemand interessiert. Man will an den Verschwörern ein Exempel statuieren – ohne Ausnahme. Trotzdem gibt Aiken bis zum Schluss nicht auf, um seine Mandantin vor einer Hinrichtung zu bewahren.

Robert Redford hält sich eng an die historischen Fakten, gibt der Geschichte durch kritische Anspielungen auf das Amerika nach 9/11 aber auch etwas sehr Zeitgemäßes.

Hauptdarsteller James McAvoy ist vor allem durch seine Rollen in dem preisgekrönten Historiendrama "Abbitte" und in der Comicverfilmung "X-Men: Erste Entscheidung" bekannt. Robin Wright begeisterte in der Serie "House of Cards" Kritik und Publikum. Rachel Evan Wood spielte seit 2009 die glamouröse wie bankrotte Vampir-Königin Sophie Anne Leclerq in der HBO-Serie "True Blood", seit 2016 ist sie in bislang drei Staffeln der HBO-Serie "Westworld" zu sehen und 2020 in Miranda Julys "Kajillionaire".


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