BR Fernsehen - Film & Serie


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Oscarprämierte BR-Koproduktion Das Leben der Anderen

Der Stasi-Hauptmann Wiesler erhält den Auftrag, den Schriftsteller Georg Dreymann auszuspionieren. Doch was als kühl kalkulierter Spitzeldienst geplant war, stürzt ihn in einen moralischen Konflikt. Florian Henckel von Donnersmarcks BR-Koproduktion "Das Leben der Anderen" erhielt 2007 den Oscar.

Stand: 27.06.2017

Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) soll den Theaterschriftsteller Georg Dreymann bespitzeln. Noch ahnt er den wahren Grund für diesen Auftrag nicht... | Bild: BR/Wiedemann & Berg

Ost-Berlin, im November 1984: Oberstleutnant Anton Grubitz setzt den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreymann und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland, an.

Filminfo

Originaltitel: Das Leben der Anderen (D, 2006)
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller: Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme, Hans-Uwe Bauer, Herbert Knaup, Volkmar Kleinert, Matthias Brenner
Länge: 127 Minuten
16:9, stereo, VT-UT, Audiodeskription

Von der Überführung der vermeintlichen Regimegegner verspricht er sich einen Karriereschub. Womit er nicht gerechnet hat: Das intime Eintauchen in "Das Leben der Anderen" - in Liebe, Literatur, freies Denken und Reden - macht Wiesler die Armseligkeit seines eigenen Daseins bewusst.

Seine Spitzeltätigkeit eröffnet ihm eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann. Doch der Überwachungsapparat ist nicht mehr zu stoppen. Ein gefährliches Spiel beginnt, das die bisherige Liebe zwischen Dreymann und Sieland in den Abgrund reißt und Wieslers bisherige Existenz vernichtet. Bis die Mauer fällt, haben alle einen hohen Preis gezahlt. Danach beginnt eine andere Welt.

Florian Henckel von Donnersmarck ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), die am 14.07.2017 ihr fünfzigjähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlass zeigt das BR Fernsehen Henkel von Donnersmarcks Spielfilmdebüt "Das Leben der Anderen".

Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) bei seiner Arbeit

Der Film entstand als Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und wurde für alle Beteiligten zu einem überragenden Triumph. Alleine in Deutschland sahen mehr als zwei Millionen Zuschauer das aufwühlende Drama um Macht und Ohnmacht, Liebe und Verrat im Kino.

Zu den unzähligen Preisen, mit denen "Das Leben der Anderen" ausgezeichnet wurde, zählen der "Deutsche Filmpreis" für den besten Spielfilm, die beste männliche Haupt- und Nebenrolle (Ulrich Mühe und Ulrich Tukur), die beste Regie und das beste Drehbuch (beide Preise für Florian Henckel von Donnersmarck), die beste Kamera (Hagen Bogdanski) und das beste Szenenbild (Silke Buhr).

Beim "Bayerischen Filmpreis" 2006 wurde der Film ebenfalls für den besten Hauptdarsteller, das beste Drehbuch, die beste Nachwuchsregie und die besten Nachwuchsproduzenten ausgezeichnet. Zu den vielen ausländischen Preisen zählen der "Europäische Filmpreis" für den besten europäischen Film und als Krönung des Preissegens schließlich der Oscar 2007 für den besten fremdsprachigen Film.


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