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Schnee-Impressionen am Blaicherhorn Der Winter im Oberallgäu von seiner schönsten Seite

Nebel, Sonne und Kälte in den bayerischen Bergen haben in dieser Woche noch einmal eine einmalige Winterlandschaft geschaffen. In den höher gelegenen Tälern und vor allem auch nordseitig lag immer noch Pulverschnee. Bäume und Sträucher waren eingepackt in eisige Krusten und es gab noch einmal ideale Bedingungen für Touren in den tiefer gelegenen Gebieten der bayerischen Voralpen wie im Gunzesrieder Tal im Allgäu.

Von: Georg Bayerle

Stand: 03.03.2018

Blaicherhorn: Das Riedberger Horn in makelloser Schönheit | Bild: BR/Georg Bayerle

Oben am Grat sind sie versammelt - die Arber-Mandln, die nun auch ins Allgäu gekommen sind: vom Schneegewicht gebeugte Fichten, wilde Männle, Fabelwesen.

So schön sind die Winterbäume schon lang nicht mehr auf den Westhängen vom Blaicherhorn bis zum Riedberger Horn aufmarschiert wie in diesen Tagen. Kälte-Wunderwerke auf dem Berg. Auch eine Stufe tiefer ist alles weiß. Der Ostertalberg zieht sich ungefähr eineinhalb Stunden lang von der Gunzesrieder Säge bis zur Höllritzer Alpe. Mittendrin steht die eingefrorene Birkach-Alpe, die der AV-Sektion Ulm gehört.

Ein halbes Dutzend Gipfelchen liegt im Umkreis - es sind die wie Salzburger Nockerl aussehenden „Hörner“, übersichtlich genug, um auch in Tagen mit Kältenebel unterwegs zu sein, und abenteuerlich genug, um schöne Abfahrtshänge zu finden, ohne in die geschützten Bereiche hineinzukommen. Der Pulverschnee ist fast täglich wieder überpudert worden. So tolle Verhältnisse an den kleineren Hausbergen hat es schon lange nicht mehr so lang am Stück gegeben!

Der nachts bei 20 Grad unter Null kristallisierte Schnee knistert richtig, wenn man mit Skiern auf den lichten Weideflächen durchstaubt. Federleicht und fast feierlich wirkt das Sein in dieser reinen weißen Atmosphäre. Die Höllritzer Alpe ist fast völlig zugeschneit. Es sind wirklich auserlesene Tage, um die Winterlandschaft zu erleben: das Licht, die Formen, die verwandelten Bäume, Steine und Felsen. Die Sonne hat auch schon spürbar Kraft, und an manchen Tagen war es jetzt gar nicht so kalt auf den Bergen. Der Winter hat sich das Schönste für den Schluss aufgehoben!

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