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Wandern im Lechquellengebirge Alpine Streifzüge zwischen stillen Seen und feinen Hütten

Der Lech entspringt im Lechquellengebirge und das liegt oberhalb der Ortschaft Lech nicht weit entfernt von der Freiburger Hütte. Von Vorarlberg fließt der Lech durch Tirol nach Südbayern und mündet nach 264 Kilometern in die Donau. In seinem Quellgebiet, dem Lechquellengebirge, lockt eine mehrtägige, abwechslungsreiche Hüttentour: die Lechquellenrunde.

Von: Barbara Weiß

Stand: 05.09.2019

Lech: Am Lech entlang | Bild: BR/Barbara Weiß

Die Hüttentour führt von der Biberacher über die Göppinger bis zur Freiburger Hütte und dabei auch am Ursprung des Lech vorbei. Start ist an der Bushaltestelle Landsteg im Bregenzerwald zwischen Schröcken und Schoppernau.

Der Aufstieg vom Wanderparkplatz Landsteg zur Biberacherhütte ist kein Problem, für manche vielleicht ein etwas langweiliger Weg. Doch das Gute daran ist, dass man dann noch Kraft und Lust hat, den Hausberg der gemütlichen Hütte vor dem Abendessen zu besteigen: die Hochkünzelspitze. Oben am Gipfel bietet sich ein herrlicher Blick über das Lechquellengebirge, auch wenn weit und breit noch keine Spur vom Lech und seiner Quelle zu sehen sind. Dafür gibt es aber ein paar Stellen zum Kraxeln – ein perfekter Einstieg also in die Lechquellenrunde.

Kühe stärken sich auf den Almwiesen

Die Wege von Hütte zu Hütte schaffen auch schon kleinere Schulkinder und vielleicht kommt sogar die Oma mit. Für fünf Stunden Gehzeit muss man allerdings schon Kondition mitbringen - und Kraft für den Dreitagesrucksack auf dem Weiterwegs zur Göppinger und dann zur Freiburger Hütte oberhalb des Formarinsees. Die landschaftliche Vielfalt beeindruckt: Almwiesen, Mondlandschaften, Schnee selbst im Sommer, stille Seen und schöne Wasserfälle. Teile des Weges führen durch das Biosphärenreservat Gadental oberhalb des Großen Walsertals. Mittendrin liegen die gemütlichen schwäbischen Hütten. Viel ist hier nicht los. Nur die Württemberger Schwaben wissen offenbar, dass es hier so schön ist auf Hütten ihrer Alpenvereinssektionen. Auf der Biberacher und Göppinger Hütte jedenfalls trifft man jede Menge Schwaben.

Formarinsee

Bei Schlechtwetter gibt es immer auch eine gut gangbare Variante. Sind die Felsen nass und glitschig zwischen Göppinger und Freiburger Hütte, kann man auch, nach einem steilen Abstieg ins Lechtal, den Weg am Lech entlang wandern - oder dem Ursprung des Lechs entgegen stromaufwärts, vorbei am Formarinsee. Kurz vor der Freiburger Hütte plätschert dann die Lechquelle – ein besonders schöner Platz mit Blick auf die Rote Wand, auf die Freiburger Hütte und den Formarinsee.

Von der Bushaltestelle Landsteg im Bregenzerwald zwischen Schröcken und Schoppernau fährt man am besten und fast stündlich mit der Buslinie 40a nach Lech und auch wieder retour. Wer sich die Lechquellenrunde für das nächste Jahr vornimmt, der sollte am besten schon reservieren, bevor die Hütten wieder öffnen.

Der DAV hat übrigens ein Faltblatt über die Lechquellenrunde erstellt. Herunterzuladen unter folgender Seite: www.alpenverein.de/dav-services

Karte: Das Lechquellengebiet

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Das Lechquellengebiet


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