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Zwischen Fjorden und Heidelbeeren zum Vettakollen Waldhiking bei Oslo

In der norwegischen Hauptstadt Oslo ist der nächste Wanderweg nie weit weg. Rund um die Stadt gibt es ausgedehnte Wälder mit gut ausgeschildeten Wanderwegen. So lässt sich das Sightseeing in der Stadt auch schnell mit Naturgenuss und einem grandiosen Ausblick auf die Fjorde kombinieren.

Von: Claudia Steiner

Stand: 01.08.2020

Zwischen Fjorden und Heidelbeeren zum Vettakollen | Bild: BR; Claudia Steiner

Direkt vom Hauptbahnhof geht es mit der U-Bahn zum Beginn der Wanderung. Das schätzen vor allem auch die Einwohner von Oslo. Mit der Linie 1 fahren wir gut 20 Minuten bis zur Endhaltestelle Frognerseteren. Wie eine kleine Bergbahn schraubt sich die U-Bahn vorbei an hübschen Holzhäusern und Villen nach oben. Auf 469 Metern Höhe steigen wir aus und folgen den Schildern in Richtung Ullevålseter, wie Wanderführer Einar von Oslo Hiking erklärt. Es geht leicht bergab zum Aussichtspunkt Vettakollen.

Start der Wanderung bei der U-Bahn-Station Frognerseteren

Schon wenige Meter von der Haltestelle entfernt beginnt der sogenannte Nordwald von Oslo. An den Wochenenden tummeln sich hier, nur eine halbe Stunde von der Stadt entfernt, junge und alte Leute und viele Familien. Denn die Einheimischen lieben das Waldwandern zu jeder Jahreszeit. Es gibt kurze und lange Touren, zu Fuß, mit dem Rad und im Winter Loipen. Auch die königliche Familie ist dafür bekannt, dass sie gerne draußen unterwegs ist. Kein Wunder, dass einer der Wege, den wir kreuzen, nach dem früheren norwegischen König Olav benannt ist. Er hatte hier seinen eigenen Weg, war im Wald oft beim Langlaufen.

Wir folgen zunächst den Schildern nach Ullevålseter, nach etwa zwei Kilometern dem Schild mit der Aufschrift Vettakollen, Am Wegesrand liegen immer wieder große Steine und Felsen – Überbleibsel der letzten Eiszeit. Früher war der Boden rund 1000 Meter hoch mit Eis bedeckt, und das Eis hat all diese Steine vor sich hergeschoben. Immer wieder kommt man auch an Skisprungschanzen vorbei, auf denen im Sommer wie Winter trainiert werden kann. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir den Aussichtspunkt Vettakollen. Unter uns liegt die norwegische Hauptstadt mit den roten Türmen des Rathauses, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird. Wir blicken auf den großen Hafen und die beiden Fjorde. Der eine Fjord heißt Bunne, der andere ist der Oslofjord, an dessen Ufer sich hübsche Dörfer mit bunten Holzhäusern schmiegen. Und nicht nur dort, sondern auch bei uns wachsen entlang des Wanderwegs zurück zur U-Bahn-Station Vettakollen Johannis- und Heidelbeeren – eine köstliche und kostenlose Stärkung. bevor es wieder zurück geht in die Stadt.

In der Umgebung der norwegischen Hauptstadt werden täglich geführte Wanderungen angeboten. In der Regel beginnen die Touren direkt am Hauptbahnhof. Weitere Informationen gibt es unter www.oslohiking.no und www.visitoslo.com


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