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Minibergtour auf den Monopteros und andere Möglichkeiten „Alpine“ Trimm-Dich-Tipps

In Oberstaufen sind ab Samstag bis einschließlich 19. April die meisten öffentlichen Parkplätze gesperrt. Das betrifft auch die Parkplätze an den Bergbahnen. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass trotz Ausgangsbeschränkung Tagesgäste aus dem näheren und weiteren Umkreis für Wanderungen und Bergtouren nach Oberstaufen gekommen sind und mit dem Beginn der Osterferien und den einsetzenden frühlingshaften Temperaturen in den nächsten Tagen mit einer weiteren Zunahme zu rechnen ist.

Von: Barbara Weiß

Stand: 04.04.2020

Minibergtour auf den Monopteros und andere Möglichkeiten | Bild: BR; Barbara Weiß

Mit der Sperrung der Parkplätze soll ein deutliches Signal gesetzt werden, damit zur Sicherheit aller kein Tagestourismus und privater Wohnmobiltourismus stattfindet. Auch die Gemeinde Aschau im Chiemgau sperrt am Wochenende die öffentlichen Wanderparkplätze.

Was aber kann man dann machen am Wochenende, an dem wunderbares Wetter vorhergesagt ist. Von Ausflügen in die Berge können wir also nur träumen wegen der Ausgangsbeschränkungen. Das ist aber kein Grund, nicht in Bewegung zu bleiben. In München zum Beispiel lässt sich ein eine Spazierrunde durch den Englischen Garten mit Herausforderungen verknüpfen. Meine tägliche Runde von der Haustür weg durch den Englischen Garten beträgt 6,5 Kilometer. Wenn man sie zweimal geht, sind es schon 13 Kilometer: Das entspricht dem Durchwandern eines ganzen Karwendeltals.

Wo bin ich? In den Bergen? So schön rauscht da das Wasser der Isar im Englischen Garten. Wenn man die Augen schließt, kann man sich hinein in die Berge an die Ammer oder an die Loisach träumen. Tatsächlich steht man aber immer noch im Englischen Garten nicht weit von der Surferwelle. Kein Regen das ganze Wochenende, also perfektes Spazierwetter. Wer wie ich seine Runde schon gefühlte 1000 Mal absolviert hat, der muss sich nun eben ein paar Herausforderungen einbauen. Sportlehrer Volker hat Tipps parat und rät, dass, wenn man allein unterwegs ist, sich was zum Jonglieren mitnimmt, zum Beispiel einen Tennisball oder andere Gegenstände. Wenn man zu zweit mit dem Ehemann oder Partner unterwegs ist, dann kann man sich die Bälle zuwerfen. Wenn man „eins“ ruft, muss man mit der linken Hand fangen, bei „zwei“ mit der rechten Hand - das ist durchaus witzig, gar nicht so einfach und auch eine Herausforderung für die Koordination. Wem das noch nicht genug Ablenkung ist, der kann noch eins draufsetzen und zum Beispiel „fünf minus vier“ rufen. Dann muss der andere das ausrechnen und weil das „eins“ ergibt mit rechts fangen – Gehirntraining inklusive.

Bleiben Sie in Bewegung! Das hat auch der Deutsche Alpenverein noch einmal unterstrichen in einer extra Erklärung zum Wochenende. In Bewegung bleiben, aber eben nicht in den Bergen. Dafür könnte man an diesem Wochenende seit langem mal wieder eine Schnitzeljagd machen, solange man in Zweiergruppen innerhalb der Familien oder des gemeinsamen Hausstands bleibt. In Würzburg, wo Sportlehrer Volker herkommt, wäre dafür die beste Zeit an diesem Wochenende Sonntag-Nachmittag bei 15 Grad und wolkenlosem Himmel.

Jetzt im Frühling kann man bei Spaziernegehen auch auf die Farben in der Natur setzen. Wird zum Beispiel die Farbe Gelb gesehen – egal ob Kleidung, Auto oder Blüten, dann muss ich auf Zehenspitzen laufen. Sehe ich die Farbe Rot, sind Kniebeugen angesagt. Bei Lila hüpfe ich auf einem Bein. Ebenso kann man sich auch einen ganz persönlichen „Trimmdichpfad“ gestalten: an dieser und jener Ecke mache ich Kniebeugen, Liegestützen, balanciere auf einem Mäuerchen oder sprinte 100 Meter.

Mein absoluter Höhepunkt auf der Runde durch den Englischen Garten ist jeden Tag der Monopteros. Der kleine künstlich angelegte Hügel, auf dem die Kinder im Winter Schlitten fahren, bietet einen herrlichen Blick über München. An die 20 Höhenmeter sind es von der Wiese unten auf den Monopteros. Aber wenn man die fünf Mal hochsteigt, sind es schon 100 Höhenmeter, bei zehn Mal 200 Höhenmeter usw. – und das summiert sich dann schon mal zu einer „Minibergtour“ trotz Ausgangsbeschränkung!


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