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Wandern im Tal des Schwarzen Regen Bayerisch-Kanada zwischen Waldbahn und Postbotenweg

Das romantische Tal des Schwarzen Regen trägt nicht zu Unrecht den Beinamen „Bayerisch Kanada“. Die allerschönsten Flussabschnitte erreicht man nämlich nur zu Fuß oder mit der „Waldbahn“, die im Regental zur umweltfreundlichen Wanderbahn wird.

Von: Christoph Thoma

Stand: 14.11.2019

Der Blick auf Viechtach | Bild: BR/Christoph Thoma

Gestartet wird am Eichkatzlbahnhof von Gumpenried, einem Bedarfshalt der Waldbahn. Von dort geht es auf dem gekiesten Uferweg los.

Wanderführer Walter Reit

Träge treiben die dunklen Wasser vor sich hin. Immer wieder öffnen sich Fenster in dem von Bibern beherrschten Uferdickicht. Der Bayerische Wald streift hier das Vorurteil Lügen, nur aussichtslos von dunklen, undurchdringlichen Fichtenwäldern bedeckt zu sein. Ahorn und Eichen legitimieren die Bezeichnung „Bayerisch-Kanada“.

Rundumblick vom Arber bis ins Donautal

Die Burg Altnußberg ist die größte und älteste Burganlage des Bayerischen Walds und wurde nach 500 Jahren Dornröschenschlaf erforscht und für Besucher geöffnet. Weiter geht es, der „Blauen Drei“ folgend, zum Weiler Haid am Sand. Einerseits fällt es schwer, den stillen Fluss zu verlassen, in dessen dunklen Wassern sich die sonnenhellen Bäume spiegeln, andererseits bringt der Abstecher auf die den Regen begleitenden, bewaldeten Hänge Abwechslung. 

Der Blick auf Schönau – eines der schönsten Dörfer in Bayern

Der Blick auf Schönau – eines der schönsten Dörfer in Bayern

Beim Aufstieg von einer guten halben Stunde, vielleicht 150 Höhenmeter, kommt der Kreislauf in Schwung. Glockenklang ist von irgendwo her zu vernehmen. Dann taucht ein Kirchturm auf, und ein Dorf thront auf freiem Buckel: Schönau, das 2015 zu einem von Bayerns schönsten Dörfern gewählt wurde. Zwölf Kilometer ist die Wanderung von Gumpenried nach Viechtach lang. Genau zur Halbzeit, nach etwa zwei Stunden, zweigt der Wanderweg links ab, vorbei an einem Damwild-Gehege hinunter ins wildromantische Liebestal.

Hausgemachtes Kracherl

Bei Fischaitnach wird die Schnitzmühle erreicht. Von dort aus geht es auf sogenannten „Postbotenweg“ hinüber nach Viechtach. Dort kann man in die „Waldbahn“ steigen, die einen in einer Viertelstunde zurück nach Gumpenried bringt. Noch einmal geht es durch das Tal des Schwarzen Regen – ganz gemütlich und aus anderer Perspektive.

Die Wanderung im Tal des Schwarzen Regen ist auch im Spätherbst und Winter ein Erlebnis. Bei viel Schnee ist die beschriebene Route auch für Schneeschuhwanderer ideal. Führer und Karten erhält man bei der Arberland-Regio GmbH und beim Tourismusverband Ostbayern Regensburg. Weitere Informationen gibt es unter www.arberland-regio.de, www.waldbahn.de und  www.ostbayern-tourismus.de.

Anfahrt

Die Linie WBA 4, die zwischen 8.00 und 20.00 Uhr im Stundentakt verkehrt, ist perfekt dafür geeignet, Naturliebhaber und Wanderer von Nußberg-Schönau oder Schnitzmühle wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour nach Gumpenried, Ruhmannsfelden oder Gotteszell zu bringen.

Karte: Viechtach

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Karte: Viechtach


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