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Treuherzige Begleiter Winterwandern mit Bernhardinern im Wallis

Wer an Bernhardiner denkt, der denkt an die Schweiz, an Schnee und an ein Fässchen Schnaps. Aus nächster Nähe lassen sich die Hunde bei einer Winter-Wanderung im Wallis erleben. Die Barry-Stiftung züchtet die Hunde und bietet ab Ende Dezember in Champex-Lac regelmäßig Wanderexkursionen mit Bernhardinern an.

Von: Oliver Christa

Stand: 27.12.2019

Bernhardiner ziehen Schlitten | Bild: BR/Wolfgang Stark

Bernhardiner-Hündin Zaskia drückt sich eng an Anja Ebener und schaut sie aus großen braunen Hundeaugen an. Zaskia freut sich, dass es endlich losgeht und der Schnee unter ihren großen Pfoten knarzt, denn Bernhardiner lieben Schnee. Anja Ebener und ihr Kollege Peter Stoffel begleiten die Wanderung rund um Champex-Lac. Am zugefrorenen See vorbei geht es hinein in den verschneiten Bergwald.

Gleich geht's los!

Zwei Bernhardiner ziehen den Schlitten mit den Kindern. Zaskia darf zwischendurch auch von den Teilnehmern der Wanderung an der Leine geführt werden. Die kräftigen Hunde bleiben erstaunlich brav und gutmütig und machen ihrem Ruf als treuherzige Begleiter alle Ehre. Nur eines haben sie nicht - ein Fässchen um den Hals. Wie Peter Stoffel erklärt, wäre das viel zu schwer und umständlich. Aber es gibt Packtaschen für die Hunde. Die stammen aus Zeiten der militärischen Verwendung dieser wintertauglichen Hunde.

Winteridylle im Wallis bei Champex-Lac

Der Weg durch den Wald steigt an, die Sonne zaubert helle Tupfen auf den Schnee, große Findlinge tragen dicke Schneekapuzen, dazwischen stapfen die Bernhardiner mit ihrem weiß-braunen Fell. Über den Baumwipfeln strecken sich die mächtigen Walliser Berge in den tiefblauen Himmel. Anja Ebener macht eine kurze Pause und erklärt die Gipfel der Region, unter ihnen ist auch der 4.300 Meter hohe Grand Combin.

Pause im Schnee

Die beiden Schlittenhunde, legen sich nun mächtig ins Zeug, hinten auf dem Schlitten sitzt Jeremie. Er genießt die Schlittenfahrt und hat doch ein bisschen Respekt vor den großen Hunden wie auch seine Mutter. Doch die Hunde haben während der Wanderung noch kein einziges Mal geknurrt oder gebellt. Nach rund eineinhalb Stunden erreicht man wieder Champex-Lac. Bevor die Hunde aber ihren Fressnapf bekommen, müssen sie noch einmal kurz stillhalten, denn der Foto-Stopp vor verschneiter Bergkulisse ist obligatorisch.

Karte: Champex-Lac

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Champex-Lac


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