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Schätze in der Hersbrucker Schweiz Eine Wanderung zum Burgstall „Altes Schloss“

Die Hersbrucker Schweiz steht auch für abwechslungsreiche Wanderungen, zum Beispiel zu den Resten des Burgstalls „Altes Schloss“. Sie liegen auf einer felsigen Erhebung zwischen dem Pegnitztal und dem Sittenbachtal. Die mit Moos und Wurzeln überwucherten Steine lassen die ehemalige Burg nur noch entfernt erahnen, fügen sie sich aber auf verwunschene Art und Weise in die Landschaft ein.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 19.09.2020

Eine Wanderung zum Burgstall „Altes Schloss“ | Bild: BR; Ulrike Nikola

Ausgangspunkt der Wanderung ist Kleedorf im Nürnberger Land.

Unterwegs in der Hersbrucker Schweiz

Zusammen mit Wanderführer Hans Heberlein geht es vom Ort bergauf zum Burgstall „Altes Schloss“, immer der Gelbstrich-Wandermarkierung nach. Schon bald nach dem ersten Anstieg stehen wir auf einer weiten Hochebene mit Wiesen und Feldern, die entlang des Sittenbachtals bis zum Hohenstein reichen. Es sind typische Hirtenwiesen und bis heute ist hier ein Stück Hirtenkultur mit Hirtenweiher und Hirtenhaus erhalten geblieben. Unter einem Baum liegen Schafe im Schatten, davor grasen Ziegen auf einem eingezäunten Wiesenstück.

Blick auf Kleedorf

Weiter geht es nun auf einem schmalen Waldweg. Der Wechsel von Waldwegen, offenen Feldern und felsdurchsetzten Anstiegen ist charakteristisch. Zunächst führt der schmale Pfad unter schattigen Buchen bergauf, bald schimmern Felsen zwischen Moos und Wurzeln durch. Auf 567 Meter Höhe erhebt sich ein kleines Fels-Plateau zwischen den Bäumen. Nur einige wenige Mauerreste erinnern an eine kleine Burganlage, über die so gut wie nichts bekannt ist. Nur einige Keramikfunde weisen auf das 13. Jahrhundert hin. Für Nicht-Romantiker ist der Burgstall nur eine Felsgruppe, die im Wald steht - für Romantiker dagegen ein lauschiges Picknick-Ziel, an dem man auch der Fantasie freien Lauf lassen kann.

Produkte aus der Region bei "Heimat auf dem Teller"

Vom Burgstall könnte man noch weiterwandern zur Burg Hohenstein oder zur Veste Rothenberg, doch wir kehren zurück nach Kleedorf und kehren im Gasthof direkt an der Wanderroute ein. Zu den Schätzen des Nürnberger Landes gehört auch die regionale Küche. „Heimat auf dem Teller“ heißt ein Zusammenschluss von heimischen Erzeugern, Bauern und Gastwirten, damit regionale Lebensmittel auf möglichst kurzem Weg auf den Tisch kommen. Über dreißig Brotbäcker, Kartoffelbauern, Hühnerhalter, Teichwirte, Metzger, Imker und viele mehr beliefern die heimischen Gastwirte oder bieten die Waren auf den Wochenmärkten der Region an. Da Spektrum reicht dabei von Brotaufstrichen wie Zwiebelmarmelade über Bärlauch-Pesto bis zum Gänseblümchen-Gelee. Auch Hans Heberlein macht mit bei „Heimat auf dem Teller“. In seinem Landidyll-Hotel „Zum alten Schloss“ verarbeitet er das Wild, das er vom Jäger bekommt, und das Gemüse von den heimischen Bauern. Die Eier kommen aus dem Dorf, die Lämmer von dem Nachbarn. Wichtig ist ihm, dass alles verwertet wird, So gibt es nicht nur Lammfilet und Lammkeule, sondern auch Lammfleischküchle, Lammbraten und – eine besondere Delikatesse Lammleber. Diese regionale und saisonale Küche schätzen auch die Wanderer.

Karte: Burgstall „Altes Schloss“

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Karte: Burgstall „Altes Schloss“


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