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Gams erleben Gams-Beobachtungsstelle der Bayerische Staatsforsten am Setzberg im Tegernseer Tal

Welcher Wanderer freut sich nicht, wenn er auf einer Tour eine Gams sieht oder am besten gleich mehrere. Im Tegernseer Tal gibt es seit letztem Jahr einen "Gams-Beobachtungspunkt", und zwar am Setzberg.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 15.10.2020

Gams-Beobachtung am Setzberg | Bild: BR/Dagmar Bohrer-Glas

Die Garantie, auch wirklich eine Gams zu sehen, gibt es nicht am „Gams-Beobachtungspunkt“, sagt Jörg Mayer, der Leiter des Forstbetriebs Schliersee. Aber dort steht zumindest eine moderne Infotafel, eine Bank zum Rasten und ein Fernrohr zum Beobachten. Gegenüber am Grubereck liegt der typische Lebensraum der Gämsen: Felsen, Latschen, Gras. In solchen Jagdruhezonen ziehen die Gämsen auch ihre Kitze auf, weiß Revierförster Armin Just.

Jörg Mayer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee

Zu erreichen ist der erste Gams-Beobachtungspunkt Bayerns von der Wallberg-Bergstation aus. Von hier oben hat man den bereits legendären Ausblick über den Tegernsee. Weiter geht es dann östlich den Setzberg entlang. Der Gams-Beobachtungspunkt ist – wenn auch etwas spärlich – ausgeschildert, der Weg aber steinig und steil. Nach etwas über einer Stunde erreicht man Infotafel, Bank und Fernrohr.

Gruppenfoto der Initiatoren (das Bild entstand vor Corona)

Gämsen sind tagaktiv. Am besten baut man daher das Grubereck in eine Wanderung mit ein, empfiehlt Jörg Mayer vom Forstamt. Wie viele Gämsen hier und im Tegernseer Tal insgesamt leben, ist nicht bekannt. Derzeit läuft noch ein Monitoring, das belastbare Bestandszahlen für den Alpenraum ergeben soll. Im Tegernseer Tal ist die Gams jedenfalls Wappentier, zum Beispiel für die Gemeinde Kreuth und für den örtlichen Fußballclub, verrät der Bürgermeister von Rottach-Egern Christian Köck.

Karte: Tegernsee

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Tegernsee


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