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In Kärnten unterwegs Paddelvergnügen auf der Drau

Unterwegs auf dem schönen Drau-Paddelweg ist man in Bewegung und kommt trotzdem zur Ruhe. So ist der Alltag auf dem Wasser schnell vergessen. Besonders das Obere Drautal gilt als landschaftliches Juwel: Vor der Bergkulisse der Lienzer Dolomiten und der Gailtaler Alpen fließt dort die Drau durch Kärnten in Richtung Slowenien und Kroatien.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 16.08.2019

Paddeln auf der Drau: Sandbänke an der Drau | Bild: BR/Ulrike Nikola

Für eine kombinierte Wander-Paddel-Tour im Oberen Drautal startet man am besten in Oberdrauburg, wo das Wasser der Drau im Sommer mit acht bis zehn Stundenkilometern dahinfließt. Schön flott, aber nicht wild wie weiter oben. Daher für alle gut machbar, sagt Manfred Winkler, einer der beiden Initiatoren des Drau-Paddelweges.

"Dieser Abschnitt der Drau ist wirklich sehr schön, und wir möchten, dass er für jedermann frei zugänglich ist. Auch für Leute, die keine Vorkenntnisse haben beim Paddelsport oder Flusswandern. Das ist uns bis jetzt gut gelungen."

Manfred Winkler, Initiator des Drau-Paddelweges

Picknick in Dellach

Von Oberdrauburg bis Paternion kann man rund siebzig Kilometer herrlich frei paddeln. Nach jeder Flussbiegung zeigt sich das malerische Drautal von einer neuen Seite: Grün bewachsene Ufer mit dichtem Wald, Wiesen und Feldern mit sandigen Buchten. An einigen Abschnitten ist die Drau noch naturbelassen. Durch eine Talenge geht es nach Sachsenburg und weiter nach Spittal. Die kraftwerksfreie Strecke führt noch bis Paternion, wo die Staustufen beginnen. Ein Paddelvergnügen für einen sehr sportlichen Tag oder zwei entspannte Tagesetappen oder eine dreitägige, sehr gemütliche Tour.

Paddeln, Radeln, Wandern und Brettlrutschen

Blick auf das Drautal von der Emberger Alm

Die Drau entspringt bei Toblach in Südtirol und fließt durch Osttirol und Kärnten in Richtung Slowenien und Kroatien, wo sie nach 749 Kilometern in die Donau mündet. Bis an die slowenisch-kroatische Grenze kann man herrlich auf dem Flussradweg durch Kärnten pedalieren, aber natürlich auch eine kombinierte Wander-Paddel-Tour unternehmen. Wer das weite Drautal von oben genießen möchte, der sollte auf die Emberger Alm wandern. Dort oben auf 1755 Metern kann man hinüber ins Friaul und bis zu den Karawanken schauen. Aus dieser Vogelperspekektive erkennt man auch gut, dass die Drau ein Überbleibsel aus den vergangenen Eiszeiten ist, erklärt Wanderführerin Waltraut Sattlegger:

"Wenn ihr die Hänge anschaut, dann erkennt ihr auf der Seite die Moränenwälle. Wenn der Fluss viel Wasser hat, dann brechen da die Schotterwälle runter. Früher waren die Bäche wahrscheinlich noch tiefer und es waren die Eisströme, die das Tal geweitet und mit Schotter gefüllt haben."

Wanderführerin Waltraud Sattlegger

Brettlrutschen

Deshalb ist das Drautal auch breiter als beispielsweise das Gailtal, sagt Waltraut Sattlegger. Wer mit ihr unterwegs ist, lernt aber nicht nur viel über die Geologie und Geografie, sondern auch über das Leben im Drautal: Beispielsweise die alte Tradition des Brettlrutschens, das sie noch von ihren Großeltern kennt. Nach der ersten Mahd rutschen die Einheimischen und die Gäste im Sommer die Wiesen hinunter, und so gleitet man auf einer kombinierten Paddel- und Wandertour nicht nur mit den Booten durchs Wasser, sondern auch auf Holzbrettern auf der Emberger Alm hinab.

Karte: Drau bei Spittal

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Karte: Drau bei Spittal


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