5

BOFF-Start in München Natur- und Bergsportfilme aus Bayern und dem Rest der Welt

Eine ungewöhnliche Mischung an Bergfilmen bietet in den nächsten Wochen das „BOFF“, das Bayerische Outdoor Film Festival. Es soll die „Liebe zur Heimat und die Sehnsucht nach Ferne“ verbinden, so die Veranstalter. Alle Filme haben dazu irgendwie mit Bayern zu tun - entweder sind die Protagonisten aus dem Freistaat oder die Filmemacher oder der Streifen wurde in Bayern gedreht. Dadurch ist der Bezug zum Zuschauer auch intensiver.

Von: Tyroller, Elisabeth

Stand: 09.03.2019

Natur- und Bergsportfilme aus Bayern und dem Rest der Welt | Bild: Tom Dauer

Charmant gedreht, kurzweilig zum Anschauen und unterhaltsam sind die sieben ganz unterschiedlichen Filme, die zwischen vier und 30 Minuten dauern.

Riding the Elements: extreme Skiabfahrten in entlegenen Bergen

Die Filme auf dem BOFF zeichnen sich dadurch aus, dass jeder einzelne eine Geschichte erzählt. Es geht nie allein um die Aktion am Berg, immer sind Menschen im Vordergrund, die sich in ihrer besonderen Umgebung auf besondere Art bewegen und davon interessant erzählen können - vor und hinter der Kamera.

Ginger: Kurzfilm über die Weite der bolivianischen Salzpfanne Salar de Uyuni

Organisator Tom Dauer, selbst Alpinist und Filmemacher, ist in diesem Jahr nur mit einem kurzen Clip vertreten, den er für den ideellen Partner des BOFF gedreht hat und der für eine gute Sache werben soll: Blutspenden. In einem Kurzfilm porträtiert er den 30-jährigen Allgäuer Felix Brunner, der vor zehn Jahren einen schweren Bergunfall hatte und seitdem im Rollstuhl sitzt. Er ist Botschafter des Blutspendedienstes. Der kurze Clip macht darauf aufmerksam, dass Blutspenden auch für Bergsteiger eine gute Sache ist.

In diesem Jahr sind auch noch zwei Berg-Prominente vertreten: Extremkletterer Thomas Huber und Profikletterer Robert Jasper. Letzterer hat sich zu seinem 50. Geburtstag selbst ein Geschenk gemacht: eine Solo-Expedition in Grönland. Mit dem Seekajak ist er in die Fjorde gepaddelt, um dort eine Erstbegehung am Molar Spire, einer 500 Meter hohen Felswand zu machen.  Weil er „allein“ unterwegs war, heißt auch der 30minütige Film so.

Skiitour in die Unterwelt: ein Höhlensystem unterhalb der Gottesackerwände

Eine nicht weniger faszinierende Geschichte erzählt auch der Film „Skitour in die Unterwelt“, der in den Allgäuer Alpen spielt. Unterhalb des Gottesackerplateaus am Hohen Ifen im Kleinwalsertal gibt es das größte unterirdische Höhlensystems Deutschlands, in dem man – sozusagen unter dem Skigebiet am Ifen – auch tauchen kann.

Variety: Downhill-Biken auf dem Spuren des Ersten Weltkriegs

Premiere des BOFF ist am Sonntag, 17. März um 11 Uhr im Filmtheater Cincinnati in München. Dann stellt Robert Jasper seinen Film „Allein“ vor, außerdem gibt es zur Matinee auch ein Weißwurstfrühstück. Die genauen Informationen und alle Termine gibt es unter boff-film.de


5