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Die Oberstdorfer Täler Ein Lawinenbrennpunkt in Bayern

Die Täler südlich von Oberstdorf können schnell zu einem Lawinenbrennpunkt und tagelang gesperrt werden. Hohe Berge mit steilen Hängen zu beiden Seiten machen die Täler südlich von Oberstdorf zu einem Brennpunkt in den bayerischen Alpen.

Von: Georg Bayerle

Stand: 11.01.2019

Die Oberstdorfer Täler  | Bild: BR; Georg Bayerle

Gerstruben im Bann des Winters

Die Oberstdorfer Bevölkerung kennt die Gefahr, die von den steilen Tobeln und Grasflanken droht - bestimmte Lawinen sind hier quasi alte Bekannte und haben ihren eigenen Namen.

Der Kommissionschef inspiziert die Lage

Als Chef der für die Oberstdorfer Täler zuständigen Lawinenkommission ist Thaddäus Berkthold oft mehrmals in der Woche in den Tälern zwischen Einödsbach und Spielmannsau unterwegs.

Aufforstung am Berghang

Ein paar Schritte ins Gelände zeigen, wie kompliziert die Lage werden kann, denn das Gebiet, in dem die Lawinen losgehen können, ist groß und zuweilen gar nicht einsehbar. Um diese schwierige Lage überhaupt beurteilen zu können, tauschen die verschiedenen Lawinenbeobachter um Oberstdorf alle Daten aus. Auch vom Nebelhorn und Fellhorn erhält Thaddäus Berkthold die genauen Informationen zur Schneedecke, die auch für das hohe Einzugsgebiet der Oberstdorfer Täler gelten. Gleich zum Start der Weihnachtssaison mussten die Täler und auch der Weg nach Gerstruben für mehrere Tage gesperrt werden. Thomas Knestel hatte da gerade als neuer Wirt im Gasthaus Gerstruben angefangen, aber sehr gelassen reagiert. Nicht alle aber sind von den Sicherheitsvorkehrungen begeistert, doch im Endeffekt zählt das Urteil der Fachleute.

Lawinenschutz am Rand einer Waldschneise

Insgesamt drei Lawinenkommissionen teilen sich die Arbeit im Gebiet um Deutschlands südlichste Gemeinde. Zehn Jahre hat der gelernte Zimmermann Thaddäus Berkthold zuvor auf dem Fellhorn hauptberuflich für die Skiwacht und damit auch für den Lawinenwarndienst gearbeitet. Diese Kenntnisse setzt er jetzt ehrenamtlich für den Lawinenschutz ein. Schließlich kennt er den Schnee und das Gelände, in dem er ständig unterwegs ist, wie seine Westentasche.


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