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Wildwasser-SUP auf der Tiroler Ache Prellwände und Presswässer als sportliche Herausforderung

Der Trend wächst weiter: Auf den kleinen und großen Seen in ganz Bayern wird im Stehen gepaddelt. Mit einem SUP kann man aber nicht nur auf dem See paddeln: Wer die Herausforderung sucht, der probiert es auf einem Alpenfluss.

Von: Petra Martin

Stand: 05.07.2019

SUP wildwasser Kurs | Bild: Markus Stehböck

Was bisher eher das Revier der Kajakfahrer war, reizt auch die Stehpaddler. Ohne Vorbereitung sollte man sich jedoch nicht auf ein Fließgewässer begeben. Markus Stehböck ist erfahrene Kajakler und SUP-Lehrer. Seit einiger Zeit ist er mit dem SUP auch auf dem Wildwasser unterwegs. "Das ist wie ein Flugzeugstart, plötzlich zieht’s dich weg", sagt zum Beispiel Claudia. Sie ist schon seit einiger Zeit mit dem Board auf dem See unterwegs, jetzt wagt sie sich auf den Fluss. Auf der Tiroler Ache, ein Wildwasser der Stufe 1 bis 2, lässt sie sich von Markus Stehböck Tipps und Tricks zeigen.

Die Tiroler Ache ist bei Kössen noch recht ruhig und breit. Allerdings ist das Wasser trüb, so dass Steine und andere Hindernisse kaum zu sehen sind. Auf dem Fluss ist die Sturzgefahr vom Brett eine andere als im See. Deshalb ist das Flussbrett breiter und die Fahrer stellen sich breitbeinig drauf, einen Fuß leicht hinter dem anderen, so dass sie die Wellen ausgleichen können. "Lasst euch flach ins Wasser fallen, ihr seht ja nicht, was unter euch ist", empfiehlt SUP-Lehrer Stehböck.

Auf dem Fluss tragen die SUPler Neoprenanzug, Schwimmweste und Helm. Wie Kajakfahrer. Um durch Kehrwasser und um Kurven zu kommen, wenden sie auch dieselben Regeln an. Kehrwasser ist Wasser, das entgegen der Fließrichtung strömt, zum Beispiel nach Hindernissen. "Das bremst, wie bei einem Wasserfahrgeschäft aufm Volksfest", erklärt Kursteilnehmer Max, nachdem er reingefallen ist.

Geschwindigkeit und der richtige Winkel sind wichtig, um solche Stellen zu meistern. An einer ungefährlichen Stelle üben die Kursteilnehmer, um zu sehen, wie das Brett reagiert und wie sie sich verhalten. Anfangs knien sie dabei auf ihren Brettern. Das gibt mehr Sicherheit.

Dann geht es weiter. Auf den Flusswellen sehen die SUPler jetzt eher aus wie Surfer. Sie reiten mit ihren Brettern regelrecht auf den Wellen und meistern die Schwierigkeiten immer besser. Es geht weiter flussabwärts, um Kurven herum und schließlich durch die markante Entenlochklamm. Dunkelgraue Felswände ragen steil auf, die Tiroler Ache ist tiefgrün. Ein Ausblick, den man so nur vom Wasser aus hat.

Karte: Kössen

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Kössen


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