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Durch das Kälbertal auf die Steinmandlspitze Einsame Skitour im Fernpass-Gebiet

Auf den bayerischen Bergen beginnt eine einigermaßen stabile Schneedecke erst auf einer Höhe von über 1500 Metern. Südseitig sind die Gipfel bis auf 1800 Meter wieder weitgehend schneefrei. Für Skitourengeher ist da nicht viel zu holen. Aber zwei Bergketten weiter ändert sich das Bild in einem Gebiet, das immer noch im Abseits liegt, obwohl dort die Autos quasi im Dauerstau unterwegs sind: In den Bergen am Fernpass gibt es eine ganze Reihe von Touren, die direkt an der Pass-Straße starten, so auch die Tour auf die 2347 Meter hohe Steinmandlspitze.

Von: Georg Bayerle

Stand: 18.01.2020

Durch das Kälbertal auf die Steinmandlspitze | Bild: BR; Georg Bayerle

Das bucklige Gelände mit seinen Seen und kleinen Gebirgsbächen hat einen ganz besonderen Reiz zum Wandern, gerade in dieser schneearmen Winterzeit. Schon die antike Via Claudia Augusta führte hier durch das Gebiet am Fernpass.

Der Bergkamm von der Steinmandlspitze zum Roten Stein

Es genügt, nur ein paar Schritte um eine Geländekante zu gehen und der nicht endende Strom der Fahrzeuge auf der Fernpass-Straße scheint meilenweit weg zu sein. Christina ist mit ihrer Gruppe aus Kempten gekommen – auf der Suche nach Schnee. Selbst die, die an und in den Bergen leben, können in diesen Wochen nicht wie gewohnt vor der Haustür starten.

Im Schnee verwandelte Formen

Vom Fernpass zieht das schattig kalte Kälbertal ins Gebirge und schlagartig ist alles weiß – ein seltenes Refugium des Winters in diesen Tagen. Durch eine freigeholzte Trasse führt die Route durch einen steilen Latschenhang auf die Felsstufe am Ende des Tals. Hier stehen auf 1800 Meter Höhe zwei kleine Almhütten, darüber breiten sich ideale Skihänge aus mit Gipfelzielen in allen Richtungen. Die Route aufs Kreuzjoch zum Beispiel, das mittendrin in dieser eher unbekannten Berggruppe zwischen Rotem Stein und Loreakopf liegt, zieht eine Runde um den ganzen Berg herum.

Das namengebende Steinmadl

Die näheren Gipfel sind das von einer bizarren Felsnadel markierte Steinmandl und der bekannte Skitourengipfel des Roten Steins, der sich aus vielen Steinblöcken und Felsrippen zusammensetzt – eine beeindruckende Landschaft. Gegenüber drängen sich die Gipfel der Mieminger Kette über den Ausschnitt des Tals. Die tiefstehende Nachmittags-Sonne lässt die Winterberge für ein paar Stunden besonders eindrucksvoll erscheinen. dann geht es wieder hinaus ins bayerische Alpenvorland ohne Schnee.

Karte: Die Steinmandlspitze

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Karte: Die Steinmandlspitze


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