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Sonniger Bergrücken & schattiges Kar Skitour auf den Bschießer

Was braucht der Skitourengeher in diesen Tagen: die passende Ausgangshöhe und die richtige Exposition der Tour. Für beides passend war diese Woche der Bschießer im Tannheimer Tal. Denn unter 1300 Meter ist die Schneedecke immer noch relativ dünn.

Von: Georg Bayerle

Stand: 25.01.2020

Sonniger Bergrücken & schattiges Kar | Bild: BR; George Bayerle

Blick aufs Gipfelmeer

Der formschöne Bschießer

Die nordseitigen Anstiege vom Tannheimer Tal aus sind bei solchen Schneeverhältnissen zuverlässig – und zum ersten Mal war Winter richtig spürbar bei -9,5 Grad im Stuibental – die Faulen und Gemütlichen lassen sich in Schattwald vom Wannenjochlift hochschaukeln und queren dann in der Sonne vom Kühgundkopf zum Stuiben – aber das Gehen am komplett eingefrorenen Bergbach im Schatten bis hinauf zum sonnigen Bergrücken ist wegen dieser Kontraste von Kälte und Sonne schön. Auf dem Gipfel des 2000 Meter hohen Bschießer steht man dann da wie der Skiwanderer vor dem Gipfelmeer.

Steile Rinne zum Abfahren

Einfahrt in einer der Steilrinnen

„Ein guter Aussichtsberg und ein Grenzberg“, so schwärmen Anne und Bernd aus Halblech vom Bschießer. Sie sind viel mit den Skiern im Umkreis unterwegs und der Bschießer ist für sie auch ein Hausberg, den sie genau kennen – auch von seinen wilderen Seiten. Die Abfahrtsvariante für die Könner ist die Bschießer-Rinne – sofern die Verhältnisse passen. Es ist zwar nicht die steilste Rinne im Allgäu, aber sie ist steil genug, dass sie auch die geübten Tourenskifahrer durchaus fordert. Zwischen engen Schrofen fluchtet sie ins schattige Kar.

Rastplatz mit Blick auf den Ponten

Wer das Kar geschafft hat, der genießt nur noch: beim Eintauchen ins Gipfelmeer der Winterberge. Der Rest ist sanftes Hinausgleiten über die unter der Woche ziemlich leeren Pisten des kleinen Skigebiets im Tannheimer Tal.

 

Karte: Der Bschießer

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Karte: Der Bschießer


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