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Durch die Isarauen Radtour entlang der Isar von München nach Freising

Vom Ursprung nahe dem Halleranger im Karwendel bis zur Mündung in die Donau - die Isar ist knapp 300 Kilometer lang und bietet viel schöne Abschnitte zum Wandern und Radeln. Auch nördlich von München wartet die Isar mit landschaftlichen Reizen auf. Wie wäre es also, mal von München nach Norden flußabwärts in Richtung Freising zu radeln. Fast wie von selbst rollt das Radl die 40 Kilometer in die Bischofsstadt.

Von: Barbara Weiß

Stand: 05.03.2021

Entlang der Isar von München nach Freising | Bild: BR; Barbara Weiß

Die Isar-Abschnitte bei Lenggries, bei Bad Tölz und Wolfratshausen mit der Pupplinger Au sind gut bekannt, doch auch nördlich von München bietet die Isar mit ihren Auen viele landschaftliche Reize. Wie wäre es also mal, von München nach Norden flussabwärts rund 40 Kilometer in die Bischofsstadt Freising zu radeln. Wegen der großartigen Natur in dieser Region, gibt es aktuell sogar Überlegungen die Isarauen im Landkreis Freising zu einem dritten Nationalpark in Bayern zu erklären.

Einsame Radwege

Auf den Uferwegen links und rechts der Isar geht es aus München hinaus nach Norden. Es ist einsam, ganz anders als auf dem Radweg an der Isar entlang nach Süden, wo man sich manchmal wie auf einer Radlautobahn vorkommt. Hier ist kaum ein Radler unterwegs und die Isar genauso schön.

Impressionen entlang des Isar-Radwegs München-Freising

Weiße Kiesbänke und smaragdgrünes Wasser – das ist typisch für die Isar, auch wenn sie hier natürlich nicht mehr so wild sprudelt wie an ihrem Ursprung im Karwendel. Sie fließt eher gemächlich dahin und der Radler rollt ebenfalls ohne große Anstrengung nebenher. An den vielen Brücken kann man den Fluss immer wieder überqueren und mal hier, mal da fahren, denn auf beiden Uferseiten gibt es einen Radweg. Keine Straße, nichts stört. Die Isar ist hier fast durchgängig von einem dicken Auwald-Gürtel umgeben, der besonders artenreich ist. An verschiedenen Stationen am Ufer gibt es Informationen über die Auwälder, zum Beispiel, dass auf den Kiesbänken Silberweiden und Schwarzpappeln wachsen. Bäume, die schnell wachsen und biegsam sind, überleben auch Hochwasserphasen. In der sogenannten Hartholzaue stehen dagegen Feldahorn, Eschen und Sträucher wie Schlehen und Pfaffenhütchen.

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Ab und zu ist etwas Flugzeuglärm zu vernehmen, je näher man dem Erdinger Moos und dem Münchner Flughafen kommt. Ein Geräusch, das im wahrsten Sinn des Wortes aber auch schnell wieder verfliegt. Alle, die mit dem Mountain-Bike auf dem Isar-Trail direkt neben dem Wasser fahren, hören das vermutlich sowieso nicht, weil sie sich so aufs Biken über Stock und Stein konzentrieren müssen:

Am Ende der Radstrecke sieht man schon die Domtürme von Freising

Highlight dieser Radtour ist dann der Blick auf den Freisinger Domberg mit den markanten Türmen des Doms. Nicht nur, weil er das Ziel ist und man weiß, dass es in der Bischofsstadt auch einen Bahnhof gibt, falls man nicht mehr zurückradeln will - und weil man weiß, dass es hier viele Einkehrmöglichkeiten gibt. Wer deftige Speisen liebt, der sollte noch bis Weihenstephan weiterradeln. Immer am Flussufer der Isar entlang kommt dann irgendwann Landshut, und wer ab da noch weitere 110 Kilometer durchhält, erreicht die Isarmündung bei Deggendorf.

Luftbild: Die Isarauen nördlich von München

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Luftbild: Die Isarauen nördlich von München


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