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Radtour im Münchner Norden Mit dem Gravelbike unterwegs auf der „Nord-See-Runde“

Radeln an der frischen Luft ist gesund. Und man kann es auch alleine machen, solange es noch keine Ausgangssperre gibt. Viele Routen liegen direkt vor der Haustüre, zum Beispiel die „Nord-See-Runde“ im Münchner Norden. Petra Martin war hier unterwegs.

Von: Petra Martin

Stand: 19.03.2020

Gravelbike im Frühling: Die Regattastrecke bei Oberschleißheim leuchtet türkis wie die Karibik | Bild: BR/Petra Martin

Mit Blick auf Schloss Nymphenburg geht es los. Von der Gerner Brücke schweift der Blick über das spiegelglatte Wasser des Schlosskanals. Richtung Norden geht es auf Nebenstraßen aus der Stadt hinaus. Sobald man in Moosach unter den Bahngleisen hindurchgeradelt ist, beginnt der schöne Teil der Tour. Er führt erst am Bahndamm entlang weiter nach Norden, dann wird die Straße über den Rangierbahnhof zu einem Schotterweg - perfekt für ein Gravelbike oder Crossrad, denn mit diesem kann man nicht nur Asphalt fahren, sondern auch Schotter und mit etwas Mut auch Singletrails.

Auf den ersten Blick sieht das Gravelbike oder Crossrad aus wie ein Rennrad: Diamantrahmen und geschwungener Lenker. Die Reifen sind etwas breiter, aber die Technik ist wie auf dem Rennrad. Man sitzt etwas aufrechter, weil der Rahmen kürzer ist, erklärt Christian Höchst. Er fährt mit seinem Gravelbike bei Amateurrennen mit, auch in seiner Freizeit oder auf dem Weg zu Arbeit sitzt er am liebsten auf dem Gravelbike, weil es so vielseitig ist und dank der Scheibenbremsen auch sicherer. Ein Schutzblech lässt sich ebenfalls montieren.

Vom Feldmochinger See zum Regatta-Badesee

Der Langwieder See ist ein "Nachbar" vom Lußsee

Schon bald glitzert der Feldmochinger See blau hinter den letzten gelben Birkenblättern. Ein kurzer Foto-Stopp, dann geht es weiter in Richtung Norden zur Ruderregatta-Strecke. Ab hier folgen viereinhalb Kilometer über groben Schotter zum Regattabadesee. Freilich sind die kleinen Seen im Münchner Norden keine klassischen Touristenziele, die mit Bergpanorama bestechen. Dafür lässt sich hier die Natur in aller Ruhe fernab der Massen genießen. Der nächste See ist nicht weit: Über einen Schotterweg führt die Route zum Karlsfelder See, von dem es dann nur ein Katzensprung ist zum tiefgrünen Waldschwaigsee. Die Bäume spiegeln sich auf der glatten Wasseroberfläche. Da wird die Seele so ausbalanciert wie dieser spiegelglatte See, schwärmt eine Frau aus der Nachbarschaft.

Der Waldschwaigsee besticht mit seinem tiefgrünen Wasser

Eine Schotterpiste führt weg vom See und zurück zur Straße. Hier bieten sich viele Möglichkeiten. Wer mag, kann die Nord-See-Runde beliebig nach Westen erweitern, denn der Olchinger See und der Ampersee sind nur etwa zehn Kilometer entfernt. Thorsten Brönner ist nicht nur begeisterter Radler, er hat auch zahlreiche Radbücher geschrieben. Sein Tipp: Auf der Asphaltstraße nach Süden radeln und dann rechts in den Schotterweg einbiegen, der zum Lußsee führt, dann im Halbkreis um den See herum und auf einem Kiesweg zwischen den beiden Baggerseen hindurch. Von dort radelt man weiter in Richtung Schloss Blutenburg, und zwar auf einem kaum bekannten Schotterweg nahe der Autobahn, die dank der Lärmschutzwand kaum zu hören ist.

Sechs ruhige Kilometer später sind wir am Schloss Blutenburg angekommen.

Karte: Radln im Münchner Norden

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Karte: Radln im Münchner Norden


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