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Im Mangfallgebirge Bike & Hike auf den Großen Traithen

Es zählt zu den großen Bergen im oberbayerischen Mangfallgebirge: der Große Traithen. 1852 Meter ist er hoch, sein Gipfel verläuft zwischen den Gemeinden Bayrischzell und Kiefersfelden und hält bei schönem Wetter einen Panoramablick bereit. Das Rad mitzunehmen lohnt, denn so kann man umweltfreundlich mit der Bahn nach Bayrischzell anreisen und zumindest die ersten Höhenmeter mit dem Bike zurücklegen.

Von: Elisabeth Tyroller

Stand: 13.06.2020

Bike & Hike auf den Großen Traithen | Bild: BR; Elisabeth Tyroller

Steiler Forstweg: Geübte können die zwei Kilometer bis zum Steigeinstieg mit dem Rad zurücklegen

Vom Bahnhof Bayrischzell geht es mit den Rädern Richtung Ursprungstal und Zipfelwirt. Ein paar hundert Meter weiter am Stocker-Parkplatz, direkt an der Langlaufloipe, führt ein breiter Forstweg zum Großen Traithen hoch. Zwei Kilometer ist der Weg lang, der bis zu einem kleinen Steig führt, an dem es dann zu Fuß weitergeht. Doch: der Forstweg ist eher was für geübte Biker mit guter Kondition. Nach 500 Metern reicht’s, das Rad bleibt stehen und es geht zu Fuß weiter, bis zu dem kleinen Steig der durch den Wald Richtung Großer Traithen führt. Knapp zwei Stunden ist man unterwegs, alleine.

Brotzeitstopp an der Fell-Alm

Schöner Rastplatz: Die Fell-Alm mit Blick zum Gipfel

Dann eine Rast an der Fell-Alm, die im Sommer auch bewirtschaftet ist. Den Gipfel des Hohen Traithen hat man hier, auf 1994 Metern, schon gut im Blick. Ein paar Schneeflecken blitzen noch nordseitig auf, und schon fängt der Skitourengeher an vom Winter zu träumen. Denn der Traithen ist ein wunderschöner Skitourenberg mit nordseitigen Steilabfahrten über Latschen.

Panorama-Gipfel im Nebel

Von der Fell-Alm sind es noch 40 Minuten bis zum Gipfel des Großen Traithen

Doch nun ist gerade mal Frühsommer. 40 Minuten sind es von der Fell-Alm aus bis zum Gipfel. Das Wetter hat kaum jemand auf den Berg gelockt, außer ein paar Einheimische. Und auch wenn alle Gipfel ringsherum im Nebel versunken sind –Bergkenner kennen sich selbst im Nebel aus und können einem ohne Sicht das Panorama erklären. Zu sehen wären: der Wendelstein, den Stopselzieher, die Rotwand, Käserwand und Seespitze. Doch auch im Nebel kann eine Bergtour schön sein. Kaum Menschen sind unterwegs, alles ist etwas verschwommen, nichts richtig sichtbar.

Rundtour über den Grat

Berglandschaft im Nebel: Blick über den Grat und die Latschenfelder

Über den Grat zwischen Latschen - über die man im Winter mit den Skiern fährt –geht ist in einer großen Runde zurück zum Fellalm-Sattel und über den Zustiegsweg wieder runter zu den Rädern. Und dort freut man sich, dann zumindest nicht den gesamten Forstweg laufen zu müssen. Und vor allem nicht im Stau nach München zu stehen – sondern gemütlich mit der BOB heimzufahren.

Karte: Der Große Traithen

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Karte: Der Große Traithen


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