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Langlaufen im Schwarzwald Unterwegs in den Loipen rund um Schonach

Ein perfektes Loipenerlebnis gibt es nicht nur in den bayerischen Alpen, im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald, sondern auch im Schwarzwald. In Schonach findet jedes Jahr die Nordische Kombination im Ski-Weltcup statt. Nach dem Skispringen auf der Langenwaldschanze geht es in die Weltcuploipe. Aber auch Otto Normallangläufer kann auf den gewalzten Bahnen skaten.

Von: Chris Baumann

Stand: 16.02.2019

Unterwegs in den Loipen rund um Schonach | Bild: BR; Chris Baumann

Start am Loipenhaus

Das Skistadion Wittenbach ist der Ausgangspunkt für verschiedene Loipen.

Rucksackradioreporter Chris Baumann fährt den Pistenbully

Neben der kupierten Weltcuploipe gibt es auch eine leichte Übungsloipe, besonders empfehlenswert sind die längeren Loipen-Schleifen, darunter die 7,6 Kilometer lange Moosloipe, die auch für Anfänger geeignet ist. Nach den Wiesen im Startbereich führt die Loipe in einen märchenhaft dichten Fichtenwald und biegt nach der Vorderen Vogte ins Moos ab. Pistenbullyfahrer Günther Herr verweist auf das Feuchtgebiet, in dem im Sommer Kühe weiden. Beim Präparieren der Loipen achtet er auf einen schonenden Umgang mit der sensiblen Natur. So hat sein Pistenbully bodenschonende Gummiketten und Bio-Öl.

Nach kurzem Stück über die Wiese geht es in den wunderschönen Schwarzwald sowohl auf der Panorama-, als auch auf der Moos-Loipe

Beim Langlaufen oberhalb von Schonach trifft man nur wenige Menschen in den Loipen, selbst bei bester Schneelage. Oft skatet man auch in der Sonne über dem Nebelmeer durch das Gelände. Von der Moosloipe geht es dann auf die 12 Kilometer lange und anspruchsvollere Panoramaloipe. Bei einer langen Abfahrt sieht man weiter unten schon den 400 Jahre alten Reinertonishof stehen. Er ist, so Eigentümerin Ute Duffner, ein Heidenhof alter Form in Ständerbauweise mit liegendem Dachstuhl und einem großen, nach Süden ausgerichteten Stall und einer großen Tenne für das Heu. 14 Pferde und Ponys, ein Esel und 70 Stück Aberdeen-Deutsch-Angusrinder fühlen sich hier wohl. Dem Hof angegliedert ist ein kleines Museum, das nach einem verheerenden Brand durch Brandstiftung vor 13 Jahren neu aufgebaut wurde. In der Vesperstube des Reinertonishofs kann man von Freitag bis Sonntag einkehren. Es gibt Spezialitäten aus der Räucherküche, zum Beispiel hausgemachten Rinderschinken. So ist man gut gestärkt für die verbleibenden 7,5 Kilometer zurück zum Ausgangspunkt.

Immer wieder fallen neben den Loipen auch Windräder ins Auge. Sie erzeugen nicht nur Strom, sondern sind auch eine praktische Orientierungshilfe für die Langläufer. Ambitionierte können von Schonach aus bei guter Schneelage übrigens auch ein Stück auf dem 100 Kilometer langen Fern-Skiwanderweg Schonach-Blechen unterwegs sein.

Karte: Das Skistadion in Wittenbach

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Karte: Das Skistadion in Wittenbach


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