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Trainings-Hotspot für Bayerns Sport- und Wettkampfkletterer Neues Kletterzentrum Augsburg

Rund 400.000 Mitglieder im DAV sind als Kletterer und Boulderer aktiv. Kaum eine Bergsportdisziplin ist in den vergangenen Jahren so stark und stetig gewachsen. 2020 wird Klettern zudem als Wettkampf um Gold, Silber und Bronze bei Olympia in Tokio ausgetragen. Ein Baustein auf diesem Weg soll auch das neue Landes-Leistungszentrum Bayern in Augsburg sein, das am Sonntag eröffnet wird.

Von: Georg Bayerle

Stand: 09.06.2018

Trainingshotspot für Bayerns Kletterer | Bild: BR; Georg Bayerle

Im Süden der Fuggerstadt befindet sich jetzt eine Klettersportarena auf neuestem Stand - ein Sportkletterzentrum der Extraklasse!

Verschnaufpause beim Training

Die Mitglieder des Bayernkaders haben in den vergangenen Tagen mit ihrer Landestrainerin Ines Dull die neuen Kletterwände schon ausprobiert: Wie in einer antiken Arena sind die kantigen Elemente der weißen Kletterwände aneinandergebaut. Einmal im Monat treffen sich jetzt die 20 Jugendlichen des Bayernkaders im neuen Landesleistungszentrum. Die ehrgeizigen Klettertalente freuen sich hier über paradiesische Zustände. Training fast jeden Tag – das ist inzwischen Standard für die Leistungssportler. Aber die gut sechs Millionen Euro, die die DAV-Sektion Augsburg in das neue Kletterzentrum investiert hat, sollen nicht nur den Besten, sondern auch dem Breitensport zugutekommen, sagt der Vorstand der Sektion Augsburg, Ulrich Kühnl.

In den vergangenen 30 Jahren hat die Anzahl der Kletteranlagen von 20 auf heute 440 zugenommen. Sportklettern ist Modesport und eine attraktive Kletteranlage trägt dazu bei, diesen Sport ressourcensparend auszuüben und das Gelände draußen im Gebirge zu „schonen“. Mit diesem Ansatz soll auch den Kritikern der Wind aus den Segeln genommen werden, die monieren, dass der DAV zu viele Ressourcen in die neue Olympiadisziplin Klettern investiert, wo doch das Geld für Hütten und Wege nicht ausreicht. Drei neue Bundestrainer, neue Leistungszentren – die Sportler aber müssen weiterhin vor allem selbst für sich sorgen, sagt Bayerns Landestrainerin Ines Dull. In Augsburg haben sie jetzt auf jeden Fall optimale Bedingungen.


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